Akt.:

Freispruch: Kein Missbrauch daheim bei Sexualaufklärung

Von seiner Tochter des Missbrauchs bezichtigter Mann ging selbst zur Polizei. Von seiner Tochter des Missbrauchs bezichtigter Mann ging selbst zur Polizei. - © VOL.AT/Hartinger
von NEUE/Seff Dünser - Lehrer griff nach Ansicht des Landesgerichts seiner Tochter (13) nicht unter den Pyjama

 (2 Kommentare)

Korrektur melden

Der Freispruch für den von Martin Mennel verteidigten Angeklagten wurde schon in der Hauptverhandlung rechtskräftig – denn auch Staatsanwalt Christoph Larcher war sofort damit einverstanden. Zu Beginn des Schöffenprozesses am Landesgericht Feldkirch hatte der öffentliche Ankläger dem unbescholtenen und sich nicht schuldig bekennenden Lehrer aus dem Oberland noch sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vorgeworfen.

Das Schöffengericht gelangte nach dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess zur Überzeugung, dass die Tochter ihren Vater zu Unrecht belas­tet habe. Sie gab an, 2006 als 13-Jährige daheim von ihrem Vater missbraucht worden zu sein. Er habe ihr in ihrem Zimmer bei einem Gespräch über Sexualaufklärung unter den Pyjama gegriffen und ihre Brust gestreichelt.

Damit habe sie gelogen, sagte Richter Peter Mück als Vorsitzender des Schöffensenats bei der Urteilsbegründung. „Warum die Tochter den Angeklagten falsch bezichtigt hat, ist für das Gericht nicht erklärbar.“ Sie sei in einer wohlbehüteten Familie aufgewachsen und werde von ihrem 51-jährigen Vater trotz allem nach wie vor geliebt.

Zur Polizei gegangen

Für den Angeklagten habe auch gesprochen, dass er selbst zur Polizei gegangen sei. Er habe die falsche Beschuldigung durch seine Tochter angezeigt. So sei der Fall ins Rollen gekommen. Dabei habe die Polizei aber von Anfang an „nur in eine Richtung ermittelt“, nämlich gegen seinen Mandanten, kritisierte Verteidiger
Mennel.

Dem Beschuldigten habe die Polizei eine Fangfrage gestellt, meinte auch Richter Mück: Hat das Berühren der Brust Sie sexuell erregt? Der Lehrer gab bei der polizeilichen Einvernahme zur Antwort, es sei möglich, dass er die Brüste seiner Tochter unabsichtlich berührt habe, dabei sei er aber jedenfalls nicht sexuell erregt worden

Werbung


Kommentare 2

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Bregenzer Festspiele kurz vor der Eröffnung
Bregenz - Am Mittwoch startet Bregenz wieder in die Festspielsaison. Kleine Änderungen in der "Zauberflöte" und [...] mehr »
Vorarlberg-Wahl: Grüne sehen gute Chance auf Regierungsbeteiligung
Schwarzach - Grünen-Parteichefin Eva Glawischnig sieht der Vorarlberger Landtagswahl im September "sehr optimistisch" [...] mehr »
Bregenzer Festspiele 2015 mit neuem Logo und Orchester-Erstaufführung
Bregenz - Noch vor der morgigen Eröffnung der 69. Bregenzer Festspiele wird bereits für die 70. Ausgabe des [...] mehr »
Feuerwehren nach starken Regenfällen im Einsatz
Schwarzach - Die zum Teil starken Regenfälle seit Montag Nacht in Vorarlberg haben zu mehreren Feuerwehreinsätzen im [...] mehr »
Leicht bekleidet in die Tankstelle und halb nackt durch die Stadt
Bregenz - Im Bikini, halb nackt oder "Oben ohne" durch die Stadt flanieren wurde auf der Party- und Urlaubs-Insel [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!