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Frauen leiden an Stress und unter Schönheitsidealen

Frauen fühlen sich oft unter Druck gesetzt. Frauen fühlen sich oft unter Druck gesetzt. - © Bilderbox
“Spaß mit Papi, Alltag mit Mami” laute in vielen österreichischen Familien das tägliche Motto, brachte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) die Situation auf den Punkt. Das bedeutet auch: “Er” grillt bei Schönwetter, “Sie” ist für die restliche Küchenarbeit zuständig. Der tägliche Alltagsstress der Österreicherinnen war einer der Schwerpunkte des zweiten österreichischen “Frauenbarometers”, das am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert wurde.

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“Zwei Drittel der Frauen haben weniger als eine Stunde täglich Zeit für ihr eigenes Wohlbefinden – und das unabhängig von Alter und Beruf”, schilderte die Ministerin. Das bedeutet: Selbst Pensionistinnen haben im Alltag Stress. Bei Männern trifft dies nur auf jeden Fünften zu, die vor allem zu viele Überstunden machen.

“Ich erwarte mir, dass die Männer an sich arbeiten. Es ist höchste Zeit”, mahnte die Ministerin. Die Väter pickten sich zu Hause die Rosinen heraus, der Rest bzw. Großteil der Alltagslast bleibe den Müttern bzw. Frauen. Sie tragen weiterhin die Hauptverantwortung für Haushalt, Kindererziehung und Pflege und erledigen diese Aufgaben in erster Linie auf Kosten ihrer eigenen Freizeit. Das bedeutet auch: Vier Prozent der Frauen haben nicht einmal die Zeit, sich kurz hinzusetzen und einen Kaffee zu trinken. Wenig überraschend, dass daraus eine weit höhere Unzufriedenheit mit der Work-Life-Balance bei den weiblichen Befragten resultiert. Während hier 49 Prozent der Herren “voll und ganz” glücklich sind, sind es nur 42 Prozent der Damen. “Überhaupt nicht” trifft dies wiederum auf fünf Prozent der Männer und neun Prozent der Frauen zu.

Schönheitsideale nagen am Selbstbewusstsein

Laut Heinisch-Hosek finden 90 Prozent der Frauen, dass das aktuelle Schönheitsideal in den Medien schlecht für junge Menschen ist. 83 Prozent würden eine Kennzeichnungspflicht für retuschierte Werbefotos begrüßen – und auch der Großteil der Männer. “Gerade jetzt in der Badesaison nagen unrealistische Schönheitsideale am Selbstbewusstsein der Frauen. Damit leidet auch ihr Wohlfühlen in der eigenen Haut”, so die Ressortchefin. Studienleiterin Christina Matzka verriet einen Tipp: Sie lässt ihre 13-jährige Tochter TV-Modelshows nicht ohne Begleitung konsumieren. Maßnahmen müssten schon sehr früh einsetzen, ergänzte Heinisch-Hosek. Ein positives Körpergefühl soll schon im Kindergarten vermittelt werden. Mehr als 92 Prozent der Befragten stehen strengeren Bestimmungen für Schönheitsoperationen positiv gegenüber.

Die repräsentative Online-Umfrage “Frauenbarometer” im Auftrag des Ministeriums unter 1.015 Personen beiderlei Geschlechts zwischen 15 und 69 Jahren widmet sich der Gleichstellung und aktuellen frauenpolitischen Themen in Österreich. Die Studie wird seit heuer vierteljährlich durchgeführt, diesmal mit dem Schwerpunkt “Gesundheit und Wohlbefinden”.

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