FPÖ-Politiker sorgt für Facebook-Skandal

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Im Nachhinein war die Aussage nicht so gemeint. Im Nachhinein war die Aussage nicht so gemeint. - © Screenshot
Im Streit um einen möglichen Schuldenerlass für die Homosexuellen Initiative Linz (HOSI Linz) ließ es sich der FPÖ-Politiker Wolfgang Kitzmüller nicht nehmen, für einen Eklat auf Facebook zu sorgen.

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Wörtlich schrieb Kitzmüller: "Ich habs schon mal zum Ausdruck gebracht: ab mit den Schwuchteln hinters VOEST-Gelände". Während des Dritten Reichs befand sich auf dem Gelände des VOEST-Vorgängers "Hermann-Göring-Werke" ein Konzentrationslager.

Posting ganz harmlos gemeint

Die KPÖ hat Kitzmüller, Gemeindevorstand im oberösterreichischen Kirchschlag, nun wegen NS-Wiederbetätigung angezeigt. Der verteidigt sich und erklärt, sein Posting wäre ganz harmlos gemeint gewesen.

Der Eintrag unter einer Umfrage der FPÖ Linz wurde mittlerweile gelöscht, da das Internet aber "nichts vergisst", geistern unzählige Screenshots davon durch das Netz.

"Rein wirtschaftliche Betrachtungsweise"

Gegenüber DiePresse.com verteidigte der FPÖ-Mandatar seinen Eintrag: Die "Schwuchteln hinters Voest-Gelände" zu bringen, sei eine "rein wirtschaftliche Betrachtungsweise", an der Peripherie der Stadt gebe es eben billigen Baugrund. Der Begriff "Schwuchteln" sei im Jahr 2013 "ein ganz üblicher Ausdruck".

Vilimsky: "klassische kommunistische Verdrehung"

Die Bundespartei sieht dies zwar anders, FPÖ-Generalsekretär Vilimsky ortet eine deplazierte Wortwahl, der Fall sei ihm persönlich jedoch nicht bekannt. Er legt aber nach und sieht "eine klassische kommunistische Verdrehung", so DiePresse.com. Kitzmüller würde das Posting heute jedenfalls "nicht mehr so schreiben". (red)

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