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Fotovoltaik-Sesselbahn wird Realität

Bei der Bergstation wurden die ersten Fotovoltaik-Module bereits montiert. Bei der Bergstation wurden die ersten Fotovoltaik-Module bereits montiert. - © illwerke vkw
Vandans – Der Seilbahnhersteller Doppelmayr und der Energieversorger Illwerke/VKW realisieren in der Vorarlberger Talschaft Montafon eine Sechser-Sesselbahn mit integrierter Photovoltaikanlage.

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Damit könne ein Drittel des Gesamtstrombedarfs der Bahn durch Sonnenenergie abgedeckt werden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in einer gemeinsamen Aussendung mit. Die Bauarbeiten wurden bereits im Sommer aufgenommen und sollen bis zum Beginn der Wintersaison abgeschlossen sein.

6,5 Millionen Euro teuer

Die kuppelbare Sechser-Sesselbahn “Hüttenkopfbahn” gehört zum touristischen Angebot der Illwerke im Skigebiet Golm. Der Energieversorger lässt sich die neue Bahn, die eine in die Jahre gekommene Zweier-Sesselbahn ersetzt, 6,5 Millionen Euro kosten. Sie wird 1.300 Meter lang sein, überwindet einen Höhenunterschied von 395 Meter und wird im Anfangsausbau 1.800 Personen pro Stunde transportieren können. Die Talstation, die Bergstation und auch der sogenannte Sesselbahnhof werden mit Photovoltaikmodulen ausgestattet, die in die Stationsbauten integriert werden.

Ein Drittel des Jahresverbrauchs

Die Photovoltaikanlage wird in Zukunft 60.000 Kilowattstunden Strom und damit ein Drittel des Jahresverbrauchs der Sesselbahn von 180.000 Kilowattstunden Strom bei 1.000 Betriebsstunden liefern. 60.000 Kilowattstunden entsprechen laut Illwerke/VKW etwa dem Jahresverbrauch von 15 Einfamilienhäusern. Je nach Lage und Leistung einer Bahn könne durch das neu entwickelte System sogar eine Reduktion des Energiebedarfs von bis zu 50 Prozent erreicht werden.

Fakten zur Hüttenkopfbahn am Golm:
Seilbahnsystem: 6er-Sesselbahn, kuppelbar
Gesamtlänge: 1.300 m
Höhenunterschied: 395 m
Kapazität: 1.800 / 2.400 Personen/Stunde
Geschwindigkeit: 5m/s (18 km/h)
Fahrzeit: 4,74 min
Anzahl der Sessel: 47 (63)
Leistung Betrieb 422 kW
Leistung Anfahren 584 kW

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Ort: Weidachstraße 6, 6900, Bregenz
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.illwerke.at

Die Vorarlberger Illwerke AG ist ein österreichisches Energieunternehmen mit Sitz in Bregenz. Mehrheitseigentümer ist mit einem Aktienanteil von 95,5 % das Land Vorarlberg. Die Illwerke unterhalten im Montafon zehn Wasserkraftwerke, mit denen Spitzenlast-Energie für den nationalen und internationalen Strommarkt erzeugt wird. Wasser der Silvretta und umliegender Gebiete wird in einem weit verzweigten System aus Stollen, Rohren, Kanälen und Stauseen zu mehreren Speicherkraftwerken geleitet. Der dort erzeugte Strom wird in das europäische Stromverbundsystem eingespeist und großteils an die Energie Baden-Württemberg AG verkauft. Die sichtbarsten Komponenten des Wasserkraftsystems bilden die vier großen Stauseen: Um 1930 begannen die Illwerke den Bau des Vermuntstausees, später folgten noch der Silvrettastausee auf der Bielerhöhe (Fertigstellung 1951), der Lünersee (1959) und der Kopssee (1969). Bisher wurden verschieden Kraftwerke sowie kleinere Zwischenwerke erstellt: Vermuntwerk (1926 Baubeginn, 1930 Inbetriebnahme) Obervermuntwerk (1938 Baubeginn, 1943 provisorische Inbetriebnahme) Die Energiereserven (Wasserkraft) Österreichs waren für das Dritte Reich von großer Bedeutung. Die Machthaber trieben den Ausbau der Kraftwerke ab 1938, nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland, auch in Vorarlberg voran. Die Großbaustellen in der Silvretta beanspruchten eine beträchtliche Zahl an Arbeitern, so dass deutsche und heimische Baufirmen zusätzlich Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter auf den Baustellen beschäftigten. Silvretta-Stausee (1938 Baubeginn, 1943 erster Teilstau) Rodundwerk I mit Zwischenstufe Latschau (1938 Baubeginn, 1943–1952 stufenweise Inbetriebnahme) Latschauwerk (1938 Baubeginn, 1950 Inbetriebnahme) Lünerseewerk (1954 Baubeginn, 1958 Inbetriebnahme) Kopswerk I mit Rifawerk (1961 Baubeginn, 1969 Inbetriebnahme) Rodundwerk II (1976 Inbetriebnahme) Walgauwerk (1980 Baubeginn, 1985 Inbetriebnahme) Kopswerk II (2004 Baubeginn, 2009 Inbetriebnahme) weiterlesen »
Ort: Rickenbacher Straße 8-10, 6960, Wolfurt
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.doppelmayr.com

Die Doppelmayr/Garaventa Gruppe ist Qualitäts- und Technologieführer im Seilbahnwesen. Die genaue Kenntnis der Kundenbedürfnisse und professionelles, präzises Arbeiten sind Grundlagen für die weltweite Marktführerschaft. Die Unternehmensgruppe hat Produktionsstandorte sowie Vertriebs- und Serviceniederlassungen in über 33 Ländern der Welt und durfte bis heute über 14.100 Seilbahnsysteme für Kunden in über 83 Staaten realisieren Auf Transportlösungen der Doppelmayr/Garaventa Gruppe kann man sich verlassen: In enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden entwickelt die Gruppe leistungsfähige Personentransportsysteme für Sommer- und Wintertourismusgebiete sowie zeitgemäße Personennahverkehrssysteme für Städte, Flughäfen, Einkaufszentren, Erlebnisparks, Messen und anderen Einrichtungen mit entsprechenden Transportanforderungen. Weiters bietet die Gruppe innovative Materialtransportsysteme für den Schütt- und Stückguttransport an. Meilensteine 1892 _ Gründung durch Konrad Doppelmayr 1912 _ Erster Personenaufzug 1937 _ Erster Schilift in Zürs am Arlberg 1953 _ Erster Auftrag in Übersee 1972 _ Erste kuppelbare Gondelbahn 1976 _ Erste kuppelbare Sesselbahn 1995 _ Erste Funitel in Hintertux 1998 _ Erste kuppelbare 8er Sesselbahn 1999 _ Erster CABLE Liner Shuttle, Las Vegas 2002 _ Fusion mit Garaventa Seilbahnen AG 2002 _ Erste 3S und 2S 2004 _ Welterste Sitzheizung für Sessellifte 2006 _ Weltneuheit Riesenrad Funitel Galzig 2008 _ Weltneuheit: 7 Kinder auf einem Sessel weiterlesen »
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