Flüchtlingsunterkunft Mösle wird geschlossen

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Am Sonntag endet die Zeit der Götzner Tennishalle als Flüchtlingsunterkunft.
Am Sonntag endet die Zeit der Götzner Tennishalle als Flüchtlingsunterkunft. - © VN/Steurer
Keine Flüchtlinge mehr in Tennishalle. Flüchtlingsunterkunft im Mösle wird am Sonntag geschlossen.


Götzis. (VN-tw) Nach der starken Abnahme des Flüchtlingszustroms in den letzten Monaten treibt die Landesregierung den Abbau von Quartieren weiter voran. Damit begonnen wurde bereits zu Jahresbeginn, jetzt steht eine weitere Schließung bevor. Dabei geht es um die Tennishalle Mösle in Götzis. Das Gebäude wird am nächsten Sonntag, 20. August, als Quartier ausgedient haben. Das wurde von Landeshauptmann Markus Wallner bestätigt, zuvor hatte bereits Bürgermeister Christian Loacker eine Schließung im August in der Gemeindevertretungssitzung angekündigt. In Spitzenzeiten sind hier bis zu 180 Menschen betreut worden. Nach der Schließung sollen noch rund 40 in der Einrichtung Verbliebene auf andere Quartiere verteilt werden.

Siebtes großes Quartier

Mit dem großen Asylquartier in der Marktgemeinde Götzis schließe bereits die siebte große Unterkunft, in der Flüchtlinge betreut wurden, erklärt Wallner gegenüber den VN. Den Anfang hat ein Quartier in der Mehrerau gemacht. Darauf folgten Schließungen in Thüringen mit 90 Plätzen, in Sonntag im Großen Walsertal mit 35 und in Frastanz mit 65 Plätzen sowie in weiteren Gemeinden. Bis heute sind laut Wallner auch vonseiten der Caritas mehr als 30 Klein- und Kleinstquartiere geschlossen oder an bereits anerkannte Konventionsflüchtlinge übergeben worden, erklärt Wallner, verweist aber auf einen laufenden Prozess.

„Die Lage in Sachen Unterbringung von Asylwerbenden hat sich deutlich entspannt“, zeigt sich Wallner mit der Gesamtentwicklung in Vorarlberg zufrieden. Die Unterbringungsfrage habe Land und Gemeinden in den Jahren 2015 und 2016 vor eine große Herausforderung gestellt. „Vorarlberg darf hier stolz sein, weil es in kürzester Zeit gelungen ist, Fabrikhallen und große Gebäude zu Flüchtlingsheimen umzubauen. Die humanitäre Aufgabe konnte mit Anstand und Menschlichkeit in vorbildlicher Weise gemeistert werden“, so der Landeshauptmann. Jetzt liege der Fokus darauf, die Bleibeberechtigten in Beschäftigung und Arbeit zu bringen.

Derzeit befinden sich noch 2992 Flüchtlinge in Vorarlberg in der Grundversorgung, Mitte 2016 waren es noch knapp 4000 gewesen.

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