Flüchtlinge sprangen in Bayern aus fahrenden Güterzügen

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Mit einem Hubschrauber wurde nach den Flüchtlingen gesucht.
Mit einem Hubschrauber wurde nach den Flüchtlingen gesucht. - © APA (Archivbild)
Mehrere illegal eingereiste Migranten sind Mittwochfrüh nahe der bayerisch-österreichischen Grenze aus fahrenden Güterzügen gesprungen. Die Bahnstrecke zwischen Kufstein und Rosenheim musste zweimal kurzzeitig gesperrt werden, teilte die bayerische Polizei der APA mit und bestätigte einen Bericht von ORF Tirol. Vier Personen wurden unverletzt aufgegriffen, nach zwei weiteren wurde noch gesucht.

Der erste Vorfall ereignete sich zwischen 5.00 und 6.00 Uhr. Augenzeugen beobachteten, dass eine Person bei Oberaudorf aus einem Güterzug absprang. Bei der anschließenden Suche entdeckte die deutsche Bundespolizei Rosenheim einen unverletzten Nigerianer. Die Bahnstrecke war für die Suche etwa eine halbe Stunde lang gesperrt.

Gegen 7.40 Uhr wurden schließlich bei Kiefersfelden fünf weitere Flüchtlinge von Augenzeugen beim Abspringen von einem Güterzug beobachtet. Drei Nigerianer wurden bald darauf unverletzt aufgefunden. Nach zwei weiteren Personen lief am frühen Mittwochnachmittag noch eine Suchaktion. Die Bahnverbindung zwischen Kufstein und Rosenheim war eine Stunde lang unterbrochen. Im Einsatz standen Beamte der Bundespolizei und ein Hubschrauber.

Fast 200 Fälle in zwei Monaten

Die deutsche Bundespolizei hatte bereits Anfang November gemeldet, dass Flüchtlinge bei der Einreise nach Deutschland vermehrt Güterzüge benützen. Am Münchner Hauptbahnhof waren laut einem Sprecher bereits im Oktober 50 illegal eingereiste Migranten aufgegriffen worden. Im November waren es bereits 130.

(APA)

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