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FiT oder Frauen in die Technik

Die SOLA-Messwerkzeuge GmbH in Götzis steht für Innovation, Effizienz und Präzision. Der Familienbetrieb bietet ein breites Produktsortiment für das Messen und Markieren am Bau. Auch in der Lehrlingsausbildung wird auf Maßarbeit gesetzt.
Hier mehr zum Thema Bildung und Seminare.

SOLA beschäftigt in seinen zwei Werken in Götzis 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 28 Lehrlinge. Atypische Lehrverhältnisse hätten zugenommen, berichtet Betriebsleiter Günter Seebacher. „Wir bilden vermehrt Arbeitskräfte aus, die sich erst später zu einer Lehre entschieden haben, so zum Beispiel Maturanten oder Frauen, die schon in einem anderen Beruf gearbeitet haben“, sagt er, „wir wollen vermehrt Frauen ansprechen, sich für eine Karriere in einem technischen Beruf zu interessieren.“

Erklärtes Ziel ist eine Quote von durchschnittlich 50 Prozent Frauen im Lehrlingsbereich, derzeit beträgt der Anteil an weiblichen Lehrlingen ein Drittel. „Das Problem ist, dass sich zu wenige Frauen bewerben“, weiß auch der Leiter Kunststoffspritzguss bei SOLA, Otto Bechter. Es herrschten noch falsche Vorstellungen von der Arbeit in der Produktion, außerdem trauten sich viele Frauen zu wenig zu. SOLA bietet auch Teilzeitmodelle, aber viele hätten Angst vor dem „Schreckgespenst Schichtarbeit“.

Schnuppern überzeugte
Eine, die sich nach zwei Tagen „Schnuppern“ für eine Lehre bei SOLA entschieden hat, ist Klaudija Barunovic. Die 33-jährige Mutter von zwei Kindern ist gelernte Bürokauffrau, die im Einzelhandel gearbeitet hat. Über das FAB (Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung) hat sie eine Ausbildung zur Kindergartenassistentin gemacht. „Leider habe ich in dem Bereich keine Arbeit gefunden“, erzählt sie, „und deshalb habe ich mich schlussendlich für die Ausbildung zur Metalltechnikerin über das FiT-Programm entschieden.“ Sie hat am 1. September 2017 angefangen und fühlt sich wohl an ihrem Arbeitsplatz.

„Ich bin jemand, der gerne anpackt. Die Arbeit hier macht mir Freude, weil ich von Anfang an etwas tun konnte und das Ergebnis gesehen habe.“ Ihr 11-jähriger Sohn kann über Mittag zu den Großeltern gehen, die ganz in der Nähe seiner Schule wohnen, und die fünfjährige Tochter besucht einen Ganztagskindergarten. „Es ist natürlich eine gewaltige Umstellung für die ganze Familie“, sagt Klaudija Barunovic, „aber auch mein Mann steht hinter mir, und so schaffen wir das alles gemeinsam.“

Vorbild für Familie
Davon ist auch Otto Bechter überzeugt. „Klaudija besucht neben der praktischen Ausbildung im Betrieb zwei Jahre lang die Berufsschule in Bregenz und daneben auch noch ein Wifi-Bildungsprogramm zum Facharbeiter Metall“, berichtet er, „sie weiß genau, was sie will.“ Nach zwei bzw. zweieinhalb Jahren kann sie dann zur Lehrabschlussprüfung antreten. Ihre Motivation? „Ich möchte vor allem ein Vorbild für meine Kinder sein.“

„Ich frage mich, warum nicht mehr Frauen in technische Berufe gehen“, erklärt Günter Seebacher, „wer bei uns arbeitet, kann eine Familie erhalten.“ Deshalb fordert er interessierte Frauen auf, sich zumindest für ein paar Schnuppertage zu melden.

Factbox:
FiT –Frauen in Handwerk und Technik ist ein AMS-Programm, das die Qualifizierung von Frauen in handwerklich-technischen Berufen wie z. B. Mechatronikerin, Informationstechnikerin, Elektrotechnikerin oder Maschinenbautechnikerin
fördert.

FiT-Infotag am 20. 2. 2018
von 9 bis 16 Uhr im FAB, Färbergasse 15, Dornbirn.
Rhomberg´s Fabrik, Haus J.

Mehr Infos erhalten Sie hier

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