Vorarlberg: “The Wild Routine” in Peru

Von Joachim Mangard (Wann & Wo)
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Die Feldkircher Globetrotter Philipp Mück und Liz Schrenk unterstützen ein Hilfsprojekt in Peru.
Die Feldkircher Globetrotter Philipp Mück und Liz Schrenk unterstützen ein Hilfsprojekt in Peru. - © handout/Mück
Philipp „Mücke“ Mück und Liz Schrenk touren aktuell durch Südamerika und unterstützen ein Hilfsprojekt in Peru.

„The Wild Routine“ – so lautet der Titel des Projekts der Feldkircher Globetrotter Philipp Mück und Liz Schrenk, das auch von WANN & WO unterstützt wird. Mittlerweile sind die beiden acht Monate unterwegs und sind nach einer Reise entlang der südamerikanischen Küste im Hochgebirge von Peru angekommen. „Gedanken ans wunderschöne Ländle, Freunde und vor allem Familie werden zwar immer präsenter, doch der Aufenthalt bei peruanischen Familien hat uns gezeigt, dass es Wichtigers auf diesem Planten gibt“, informiert „Mücke“, der den Trip auch fortwährend auf ihren Sozial Media-Kanälen erlebbar macht. Im Anschluss an die Reise ist außerdem eine Film-Dokumention geplant.

Abseits im Hochgebirge

In einem isolierten Dorf auf einem Hochplateau Perus, unweit von Machu Picchu, bekamen sie Einblick in eine andere Welt. Nach einem mühsamen Weg, inklusive halsbrecherischer Geländefahrt, erreichten sie das kleine Dorf Ccotataci. „Wir haben uns dort mit der Hilfsorganisation ‚Living Heart Peru‘ vernetzt, um sie medial mit Bildmaterial zu unterstützen. Die Organisation arbeitet in extrem abseits gelegenen, isolierten Dörfern. Da in diesen Höhen Perus fast nur Kartoffeln angebaut werden können, weisen viele Kinder Mangelerscheinungen auf, haben Zahnprobleme oder sind für ihr Alter zu klein“, informieren die betroffenen jungen Filmemacher.

Berührende Momente

„Herzrasen – von der Natur, der beeindruckenden Lebensweise der Kinder und den berührenden Momenten. Eine Welt, von der ich so viel mitnehme und mich für meine ‚First World Problems‘ schäme!“, erläutert der Oberländer gegenüber WANN & WO. „Die Hände der Kinder waren eiskalt. Zwar werden Unterrichtseinheiten oder regelmäßige medizinische Versorgung vor Ort finanziert – Freiwilligenarbeit ist aber an allen Ecken notwendig. So werden z.B. Gewächshäuser gebaut, die von den Kindern in der Schule gepflegt werden. Zudem gibt es zwei Mal täglich ein warmes Essen für die Schulkinder“, führt Liz fort. Erschreckend seien die kargen Aussichten für die jungen Peruaner – die Zukunft der Kinder sei vorherbestimmt. Lehrstoff, Spiele und Freizeitgestaltung bereite die Jungen und Mädchen auf ein Leben als Bauern vor. Es gäbe schlichtweg keine anderen Optionen. „Was mich sehr verwundert hat, war die unglaubliche Selbständigkeit der Kinder. Schon die Vier-Jährigen laufen viele Kilometer alleine von ihrem Zuhause in die Schule, waschen sich dort selbständig und holen sich ihr Essen in der Küche ab. Sie sind erschreckend früh auf sich allein gestellt.“

Wertvolle Erfahrung

Für Philipp und Liz waren die Tage in dem Dorf sehr herausfordernd: „Die enorme Kälte, das zum Filmen unmöglichste Wetter und unruhige Mägen wegen dem Essen haben alles etwas schwierig gemacht. Gleichzeitig war die Erfahrung mit den Kindern unheimlich bereichernd und wertvoll. Ihre Fröhlichkeit, Dankbarkeit und Einfachheit war inspirierend und hat uns zwei Vorarlberger sehr berührt.“ Wer sich ebenfalls für die in bitterer Armut lebenden Kinder von Peru engagieren möchte, findet hier die Möglichkeit dazu.

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