Ohne Moos nix los

Von Gemeindereporter Henning Heilmann
Akt.:
Über 800 verschiedene Moose wachsen in Vorarlberg.
Über 800 verschiedene Moose wachsen in Vorarlberg. - © Henning Heilmann
Feldkirch. (he) Zum Einstieg ins diesjährige Umweltprogramm der Stadt Feldkirch fand ein Naturvielfalt-Spaziergang ins Natura 2000 Gebiet Bangs-Matschels statt. Diesmal standen dabei Moose und ihre botanische Verwandtschaft im Mittelpunkt.

Moose sind unscheinbare Pflänzlein, deren verborgene Schönheit sich dem Betrachter oft erst unter der Lupe offenbart. In Vorarlberg gibt es über 800 verschiedene Arten, etwa halb so viele wie einheimische Wildpflanzen. Jede Art hat besondere Ansprüche und so sind Moose, die übrigens keine Parasiten sind, an beinahe jedem erdenklichen Ort zu finden. „Moose lieben es feucht“, erklärte Biologe Mag. Georg Amann zu Beginn. Passend dazu hatte sich nasskaltes Regenwetter zur Moosexkursion eingestellt.

Die Magie der Moose

Auffällige Moosvorkommen gibt es dort, wo es über das Jahr hinweg feucht ist, etwa im Auwald. Auch im Natura 2000 Gebiet Bangs-Matschels gibt es entsprechende Bereiche. Hier bedecken Moose nicht nur den Waldboden, sondern besiedeln Baumrinden und vermoderndes Holz. Die Magie des Mooses, welche sich oft erst auf den zweiten Blick durch eine einzigartige Struktur kennzeichnet, lässt sich gut mit der Lupe beobachten. Daher hatte der Referent auch für alle Teilnehmer kleine Lupen mitgebracht.

Schon auf den ersten Schritten wurden sehenswerte Moose entdeckt, wie zum Beispiel das Eichkätzchenschwanzmoos mit seinen typischen, sich ringelnden Trieben. Wenige Hundert Meter weiter nahmen die Teilnehmer des Spaziergangs ein Verbundzahnmoos unter die Lupe. Nicht weniger schön ein Großes Schönschnabelmoos, das sich durch lang geschnäbelte Kapseln kennzeichnet, in denen sich die Sporen bilden. Kein Moos gleicht dem anderen. Auch das Storchschnabelmoos wurde schnell entdeckt.

Grüne Luftreinhalter

Beim gemeinsamen Spaziergang von der Kapelle in den Auwald lernten die Teilnehmer nicht nur die Formenvielfalt der Moose kennen, sondern erfuhren auch etwas über ihre Bedeutung in der Natur. So sind Moose gerade im städtischen Bereich als Staubfänger für die Luftreinhaltung von Bedeutung. Manche Moose haben antiseptische Wirkung, wie das Torfmoos. Moose zählen wie Schachtelhalme zu den Sporenpflanzen.

Zu den Exkursionsteilnehmern beim ersten Natura 2000 Spaziergang im neuen Jahr zählten auch Romana Steinparzer, Gebietsbetreuerin des Natura 2000 Gebiets Bangs-Matschels, sowie Umweltstadträtin Marlene Thalhammer.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


Aktuelle News

- Takststockübergabe in Bürser... +++ - NGO fordert Emoji für Menstru... +++ - Bereits 60 Tote und 1000 Verle... +++ - Sechster Meistertitel für den... +++ - Vorschau auf den Eurofighter U... +++ - "Zemma goht meh": Crowdfunding... +++ - #IAW17: Influencer Marketing ... +++ - Helene hat Pfiffe bei Berlin-A... +++ - "Vo Mello bis ge Schoppornou" ... +++ - Facebook kritisiert Gesetz geg... +++ - Zu Gespräch über Syrien: Mac... +++ - UK: Weitere IT-Pannen bei Brit... +++ - Monsun-Unglück in Sri Lanka: ... +++ - Hit-Tipp der Woche: Alma mit "... +++ - 61-jähriger Vorarlberger in S... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

Feldkirch.
VOL.AT

Suche in Feldkirch

Suche filtern

Top Jasser
  1. guenther64 82691 Punkte
  2. helmut52 74231 Punkte
  3. corinnna 62369 Punkte
22 Jasser online mehr
Neues aus Feldkirch