GroupGroupCombined ShapePage 1Page 1Combined ShapePage 1Triangle Fill 1BitmapFill 1Fill 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAA Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Neun jugendliche Meisterleistungen

Schlusskonzert des Landeskonservatoriums mit den neun Solisten.
Schlusskonzert des Landeskonservatoriums mit den neun Solisten. ©Landeskonservatorium Feldkirch
Konse-Festkonzert zum Abschluss des Studienjahres im Montforthaus.

Feldkirch. (sch)  Auch heuer wieder lud Konservatoriumsdirektor Jörg Maria Ortwein aus Anlass des Abschlusses des Studienjahres zu einem Festkonzert mit neun erstklassigen Absolventen ins Montforthaus. Es spielte das Orchester des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack, und die jugendlichen Damen und Herren konnten sich als Beste der vielen Guten für das Konzert qualifizieren. Klavier, Streicher und Bläser waren vertreten, heuer leider niemand von der Klasse Gesang. Direktor Ortwein erwähnte in seiner Begrüßung, dass erstmals ein großes Werk von Richard Wagner präsentiert wird, nämlich das auftrumpfende Vorspiel zu den „Meistersingern von Nürnberg“; es  spiegle die Wagner-Oper die gleichen Probleme wie der Konse-Alltag wider – Meister, Schüler, musikalischer Wettstreit … Die Leistungen aller neun Studenten und Studentinnen waren überragend, und die meisten haben neben ihrem Studium schon vielfältige Orchester-oder Kammermusikerfahrung etc. und sind mehrfache Preisträger. Alle spielten frei ohne Noten und „cool“ vor vollem Saal wie versierte Profis.

Pianisten in „oberster Liga“

Mit einem bombastischen Wagner samt einiger Kopflastigkeit der Bläser eröffnete der quirlige Benjamin Lack also das Festkonzert. Das Orchester besitzt bereits internationalen Qualitätsanspruch.

Fridolin Schöbi aus Feldkirch (2002, Viola, Klasse Klaus Christa) spielte mit schlankem reizvollem Ton die Romanze, op. 85, von Max Bruch. Es folgte der Fagottist PhilipTratter aus Mäder (20, Klasse Allen Smith) mit 2 Sätzen aus dem Fagottkonzert, op. 75, von Carl Maria von Weber (köstlich das brillante Rondo). Der 1989 geborene Japaner Ikuma Saito (Kontrabass, Klasse Francisco Obieta) beherrschte als kleiner Meister den mächtigen Kontrabass bravourös in einem Concertino von Bottesini. Und dann nahm der hochbegabte Pianist Gabriel Meloni aus Dornbirn (2001, Klasse Gerhard Vielhaber) am Steinway Platz und wurde vom Dirigenten durch den Finalsatz des b-Moll-Konzerts von Tschaikowsky derart gejagt, sodass er gerade noch folgen konnte, der herbe Sound des Russen aber blieb auf der Strecke. Danach konnten die Zuhörer durchatmen bei der Interpretation des ersten Satzes des ersten Klavierkonzerts in e-Moll von Chopin durch die Liechtensteinerin Isa-Sophie Zünd (17, Klasse Anna Adamik). Wunderbar, mit welcher Innigkeit sie sich  in das bittersüße Hauptthema und seine Umspielungen versenkte. Rafael Frei, Schweizer Saxophonist aus Rorschach (23, Klasse Fabian Pablo Müller) bewies seine Virtuosität in der „Légende“ des Zeitgenossen Florent Schmitt (1870-1958). Das Finale brachte noch zwei echte Highlights.

Johannes Ascher (D) und Fabiola Tedesco (I), beide aus der Geigenklasse von Rudens Turku, spielten mit atemberaubendem tänzerischem Schwung „Navarra“ für 2 Violinen und Orchester, op. 33, von Pablo de Sarasate. Und der Schweizer Pianist Roman Wüthrich (26, Klasse Gerhard Vielhaber) spielte mit genialem Gespür für den George-Gershwin-Sound dessen „Rhapsody in blue“. Das Orchester unter Benjamin Lacks Leitung begleitete alle Solisten klangschön und stilistisch sehr sensibel.

 

 

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  1. VOL.AT
  2. Feldkirch
  3. Neun jugendliche Meisterleistungen
Kommentare
Noch 1000 Zeichen