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Baumgartner neuer König am Tostner Montikel

Eine wahre Schlammschlacht mit vielen Stürzen und packende Zweikämpfe gab es am Tostner Montikel.
Eine wahre Schlammschlacht mit vielen Stürzen und packende Zweikämpfe gab es am Tostner Montikel. ©VOL.AT/Oliver Lerch/Luggi Knobel/Privat
Feldkirch. Der Schweizer Andreas Baumgartner kürte sich bei der 44. Auflage des Motocross Rennen in St. Corneli in Tosters  zum neuen König am Montikel.
Schlammschlacht am Tostner Montikel Impressionen von Luggi Knobel und Oliver Lerch

Am vergangenen Wochenende fand die 44. Auflage des Internationalen Motocross-Rennens am Montikel statt.

Dieses Jahr konnte man alle Facetten des Motocross-Sports miterleben. Denn am Samstag regnete es durchgehend und am Sonntag konnte man sich nach unsicherem Beginn schlussendlich über perfektes Motocross-Wetter freuen. Die Trainings am Samstag konnte zuerst pünktlich gestartet werden und man gab die Hoffnung nicht auf, dass sich die Regenwolken vielleicht verziehen und durch das Befahren der Strecke diese etwas griffiger wird. Jedoch musste man nach wenigen Trainingsläufen und dem Start der 65ccm – Nachwuchsklasse abbrechen, da die Strecke einfach nicht mehr befahrbar war. Für den Rennabbruch seitens des Veranstalters zeigten auch alle Teilnehmer vollstes Verständnis. Die Kinder und Jugendlichen bekamen trotzdem das heiß begehrte T-Shirt als Andenken und freuten sich sehr darüber. Abwarten hieß dann die Devise und die Hoffnung auf ein Ende der Regenschauer wurde nicht aufgegeben – am Sonntag standen ja die Hauptbewerbe an. Leider regnete es die ganze Nacht hindurch weiterhin und dementsprechend schlecht präsentierte sich die Strecke am Sonntag in der Früh.

Es wurden seitens des Veranstalters, dem MCCM Feldkirch, dann alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Fahrern trotzdem einen Start zu ermöglichen. Die Baggerfahrer leisteten großartige Arbeit und glücklicherweise hörte es dann auch auf zu regnen, ab Mitte des Vormittags kam sogar noch die Sonne hervor. Somit herrschte optimales-Motocross-Wetter und einige tausende Zuschauer pilgerten wie jedes Jahr nach Feldkirch. Alles in allem hatte man sehr großes Glück, hätte es noch weiter geregnet, wäre die Absage der Veranstaltung unvermeidbar gewesen. Da die gesamte Strecke und Infrastruktur einzig und alleine für ein Wochenende aufgebaut wird, wäre die ganze Arbeit der ca. 200 ehrenamtlichen Helfer umsonst gewesen. Zudem wäre der Verein auch mit einem finanziellen Verlust konfrontiert gewesen, sind doch die Fixkosten für die Veranstaltung mittlerweile enorm hoch.

Da im Fahrerlager jedes einzelne Fahrzeug mit dem Traktor nach drinnen und später wieder nach draußen gezogen werden musste, war es auch unvermeidbar, dass diese Fahrzeuge einiges an Schmutz mit auf die Straße gezogen haben. Der MCCM hat jedoch rasch reagiert und eine Reinigung der Straße veranlasst, sobald dies möglich war. Wir bedanken uns nochmals bei den Anrainern und der Bevölkerung von Tosters für deren Verständnis.

Kommen wir zum Sportlichen: An diesem Wochenende führte am jungen Schweizer Andy Baumgartner kein Weg vorbei. Der Romanshorner war Doppelstarter in beiden Clubsportklassen und konnte sich nicht nur dort beide Titel holen, sonder war auch im Superfinale nicht zu bezwingen. So eindeutig wurde wohl noch kein Fahrer zum Montikel-König gekürt. Es war zudem auch das erste Mal, dass dieser Titel in die Schweiz ging und nicht nur Andy Baumgartner zeigte mit großartigen Leistungen auf, sondern im Superfinale standen dann schlussendlich gleich drei Schweizer am Podium. Baumgartner gewann vor Dominik Mattle (Oberriet) und Cyrill Schweiwiller (Ulisbach). Titelverteidiger Christian Neubauer belegte als bester heimischer Fahrer den vierten Platz in diesem sehr stark besetzten Feld. In der 250ccm Klasse landete hinter Baumgartner der Bregenzerwälder Martin Bechter auf Rang zwei und sehr erfreulich aus Sich des Veranstalters war es, dass sich mit John Ludescher ein Vereinsmitglied mit dem dritten Rang einen Podiumsplatz sichern konnte. In der 125ccm Klasse wurde das Siegertreppchen ebenfalls von den drei schon erwähnten Schweizern belegt, Bamgartner siegte vor Scheiwiller und Mattle. Bei den Oldtimer-Solofahrern pré 68 gab es dann doch noch einen Titel für ein MCCM-Mitglied, Österle Martin verwies seine Kontrahenten Urech Max (CH) und Andy Schneider (CH) auf die Plätze zwei und drei. In der Kategorie Oltimer Solo pré 75 siegte Storchenegger Remo vor Knautz Walter und Wehrle Jakob, ebenfalls alle aus der Schweiz. Bei den Oldtimer-Seitenwagen konnten sich die Zuschauer wie die letzten Jahre über ein prall gefülltes Starterfeld freuen. Hier siegte das Gespann Schmid/Meusburger (GER) vor Indergand/Koch (CH) und Schreiber/Schröder (CH). Bestens heimisches Team war das Gespann der beiden Domig Brüder aus Brand (MCCM). Bei den Quad war wieder Stefan Schreiber aus Deutschland das Maß aller Dinge. Er sicherte sich ganz deutlich vor Philipp Tanner (CH) und Marco Lyner (CH) den Tagessieg. Nicht zu überbieten war die Spannung im Seitenwagen-Rennen bei dem mit dem Gespann Weiss/Schneider das heimische Nachwuchs-Team erstmals auf einen Stockerlplatz hoffte und sich das auch erwarten durfte, punkteten die beiden Höchster doch erst kürzlich erstmals in der WM in Tschechien und kurz darauf in Belgien. Im ersten Rennlauf verlief auch alles nach Plan und die beiden MCCM-Piloten sicherten sich den Laufsieg vor ihrem Vereinkollegen Johannes Vonbun mit Fahrer Walter Martin und dem Gespann Boller/Wälti (CH). Im zweiten Rennlauf hatten Weiss/Scheider keinen optimalen Start und das Gespann Walter/Vonbun führte lange Zeit das Feld an. Genau bei der Landung vor dem Hauptpublikum nach einem Sprung, konnte der Feldkircher Johannes Vonbun nur unter größter Kraftanstrengung einen Sturz vermeiden. Beide Beine von ihm wirbelten schon in der Luft und er schaffte es trotzdem noch, sich im Beiwagen zu halten. Das war genau der Fehler auf den die Schweizer Boller/Wälti gewartet haben, die daraufhin vorbeigezogen sind und sich mit dem Laufsieg vor Walter/Vonbun und Weiss/Schneider den Tagessieg sicherten. Bei gleicher Punkteanzahl aber schlechterem Ergebnis im zweiten Rennlauf blieb dem MCCM-Duo Weiss/Schneider ein Sieg beim Heimrennen am Montikel nur um Haaresbreite verwehrt. Hervorzuheben aber nochmals die starke Vorstellung vom Feldkircher Johannes Vonbun, der mit seinem Fahrer Walter Martin durchaus das Tempo der beiden anderen Teams mitgehen konnte. Unglaublich spannend waren wie immer die beiden Starts der Seitenwagenrennen, es standen teilweise die Beiwagen schräg in der Luft und es kam auch zu spektakulären Kollisionen, die glücklicherweise ohne Folgen geblieben sind.

Zusammengefasst waren es spannende Rennläufe und packende Zweikämpfe die am Montikel zu sehen waren und die Zuschauer kamen am Sonntag voll auf ihre Kosten. Glücklicherweise gab es dieses Jahr keine schlimmen Stürze oder Verletzungen von Teilnehmern. Der MCCM bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern, den Fahrern und natürlich beim Publikum für dieses sensationelle Wochenende. Ergebnislisten und der Live-Ticker zum Nachlesen finden Sie auf www.mccm-feldkirch.at

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