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11. Februar 2012 13:44; Akt.: 13.02.2012 08:07

Fechten ist Schach im Formel Eins Tempo

In der Messehalle 7 finden die Fechter optimale Trainingsbedingungen vor. In der Messehalle 7 finden die Fechter optimale Trainingsbedingungen vor. - © cth
Vereine im Fokus: Fechtclub TS Dornbirn Seit 1995 trainiert der Fechtclub TS Dornbirn in einer der schönsten Fechthallen Österreichs.

Dornbirn. René Helfer erklärt gleich zu Anfang kurz und humorvoll wie ein perfektes Training beim Fechtclub TS Dornbirn aussieht: „Mann muss mindestens einmal geschwitzt und einmal gelacht haben!“ So einfach lautet das Geheimrezept für die Erfolgsgeschichte der Dornbirner Fechter. 1951 erfolgte in Dornbirn die Wiederaufnahme des Fechttrainings durch Johann Thurnher von der Fechterriege des ehemaligen Turnerbundes und Georg Hilbert vom ehemaligen Turnverein. Inzwischen trainieren an die 70 Mitglieder wöchentlich beim Fechtclub TS Dornbirn, wie sich der Verein heute nennt. Sportliche Höhepunkte und Ausnahmetalente pflastern den langen Weg des Vereines.

Aushängeschild Nr. 1 ist natürlich Roland Schlosser, der gerade kurz vor seinen dritten olympischen Spielen steht. Der gesamte Schlosser-Clan hat die Fechtszene im Ländle geprägt. Roland selbst, ist auf dem besten Weg „Dorabirar Fechtkunst“ im Sommer in London zu vertreten und belegt im Moment die Nummer 13 der Weltrangliste. Auf seinen Pfaden folgt ihm bereits eine Riege an neuen, jungen Talenten, die ihrem Vorbild in Sachen Medaillen sammeln, gerne nacheifern möchten. „Mit Maximilan Mayer, Julia Monschein, Elisabeth Pinggera und Katharina Sintinger haben wir wieder außergewöhnliche Talente in unseren Reihen“, erzählt Trainer Helfer stolz. Der aus der ehemaligen DDR stammende Spitzensportler hat selbst mit neun Jahren zum ersten Mal einen Degen in die Hand genommen und diesen bis heute sozusagen nicht mehr „losgelassen“.

„Beim Fechten ist Schnelligkeit, Strategie und Taktik gefragt. Fechten ist Schach im Formel Eins Tempo“, beschreibt er die Faszination für diesen Sport. Der neue Obmann (seit Dezember 2011) Gerd Schwendinger, gehört noch zu den „jungen“ Mitgliedern. Er hat erst vor drei Jahren mit dem Fechten begonnen. „Ich bin durch meine Tochter dazu gekommen und gehöre nun jeden Montag zur Altherren-Truppe. Man ist nie zu alt, um damit anzufangen“, lacht der Dornbirner. Im Mittelpunkt bei der Ausbildung in der Dornbirner Fechtschule steht vor allem Disziplin und Wertlegung auf die Gemeinschaft. „Verständnis für ein gemeinsames Miteinander und Teamgeist – obwohl Fechten ja eigentlich ein Einzelsport ist – das ist uns sehr wichtig“, erläutert auch Trainer Nico Pop.

Der gebürtige Rumäne ist vor allem begeistert von den perfekten Bedingungen, die die Sportler hier in Dornbirn vorfinden. „Das ist wirklich einzigartig in Österreich und es macht große Freude hier zu trainieren“, meint er stolz. Die Früchte dieser tollen Voraussetzungen konnten bisher reichlich geerntet werden und auch die Zukunft des Fechtsportes in Dornbirn sieht rosig aus. Man muss nur auf einen Besuch in der Messehalle 7 vorbeischauen und den hoch motivierten Nachwuchs beim Schwingen der Klingen bewundern.

Kontakt:
Fechtclub TS Dornbirn, www.ftsd.at
Untere Roßmähder, Messehalle 7
A-6850 Dornbirn
email: info@ftsd.at

Daten und Fakten:
1951 Wiederaufnahme des Fechttrainings in Dornbirn
70 Mitglieder zählt der Verein aktuell
1995 konnte man die neue Trainingshalle in der Messehalle 7 beziehen
2 Mal war Roland Schlosser bei einer Olympiade dabei, er steht kurz vor seiner 3. Teilnahme
in London

 

Umfrage: Was fasziniert dich am Fechten?

Maximilian Mayer, 17 Jahre, Dornbirn:
Wir haben hier im Verein einen sehr kollegialen Umgang und alle kommen super miteinander aus. Mir gefällt am Fechten, dass es einfach ein uriger Sport ist.

Julia Monschein, 12 Jahre, Hohenems:
Ich habe diesen Sport kennen gelernt, weil er vor einigen Jahren in unserer Schule vorgestellt wurde. Mir hat gefallen, dass es einmal etwas anderes war, was nicht jeder macht.

Nico Pop, Trainer, 46 Jahre, Dornbirn:
Mir macht es einfach sehr viel Spaß hier mit so vielen Talenten zu trainieren und das bei solch tolle Bedingungen. Das ist wirklich einzigartig und die Gemeinschaft im Verein ist hervorragend.


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