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29. September 2010 17:52; Akt.: 29.09.2010 17:52

FC Dornbirn: Rettung noch möglich?

Erwin Reis (r.) bei der Pressekonferenz in Dornbirn. Erwin Reis (r.) bei der Pressekonferenz in Dornbirn. - © VOL Live / Philipp Steurer
Dornbirn - Die Finanzlage des FC Dornbirn, letztjährigen Absteiger aus der zweiten Bundesliga, sieht momentan sehr schlecht aus. Es ist nicht nur die in Konkurs befindliche GmbH betroffen. Der Verein selbst hat hohe Verbindlichkeiten und ist in Gefahr. Deshalb hat sich eine Rettungsgruppe unter der Leitung von Erwin Reis gebildet um ein Rettungskonzept zu erstellen. Dieses wurde am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz vorgelegt. VOL Live war vor Ort und hat sich mit ihm unterhalten.

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Im VOL Live-Interview sagt Erwin Reis: „Die Lage sieht sehr trist aus und deshalb haben wir ein Konzept entwickelt, um die Lage in den Griff zu bekommen, um eine letzte Chance zu bieten den FC Dornbirn zu retten.“

Die Gesamtverschuldung beläuft sich laut einer Aufstellung vom 25. September auf knapp 345.000 Euro. Dazu kommen im Falle eines 20 prozentigen Ausgleichs der Firma „FC Dornbirn Spiel- und Betriebs GmbH“ weitere 66.000 Euro. Wird noch der Rechts- und Beratungsaufwand von 5.000 Euro hinzugerechnet, beläuft sich der Schuldenstand des Vereins auf insgesamt 416.000 Euro.

Bei Neugründung droht Abstieg

Laut Reis hätte die Neugründung des Vereins zur Folge, dass die erste Mannschaft in die ersten Landesklasse absteigen würde. „Eine weitere Folge wäre die totale Umstrukturierung. Nachdem das erwachsene Kind FC Dornbirn nun 97 Jahre alt ist, ist es ein gewisser Stolz es zu schaffen, dass es hundert Jahre alt wird“, meint er dazu.

Die Rettungsgruppe besteht aus alten FC Dornbirn-Anhängern und jungen Mitgliedern aus dem Fanclub. Er selber sagt zu seiner Teilnahme: „Ich bin wie das Kind zum Trickfilm dazu gekommen. Ich habe diesen Posten übernommen, weil ich festgestellt habe, dass es ist wichtig ist, zu agieren.“

FC Dornbirn weiter in der Regional-Liga

Erwin Reis sagt abschließend im Interview: „ Ich bin der Überzeugung, dass der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann und dass sich der FC Dornbirn in der Regional-Liga tapfer schlagen wird. Und wir schaffen es, dass der Fußball in Dornbirn  einen immer noch hohen Stellenwert haben wird!“

Die Reihenfolge der zu setzenden Schritte

1.)    Zunächst braucht der FC Dornbirn die Zusage der Gläubiger des Vereines zu einem außergerichtlichen Ausgleich, als Grundlage für die zu erbringende Ausgleichszahlung im Konkursverfahren der Spiel- und Betriebs GmbH.

2.)    Als nächster Punkt wird die Bestätigung vom Masseverwalter im Verfahren für einen außergerichtlichen Ausgleich von 20 Prozent (66.000 Euro) benötigt. Falls dieser nicht zustande kommt, ist die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses sowohl von der GmbH, als auch vom Verein, nicht mehr abzuwenden.

3.)    Der bestehende Vorstand muss sich zur Übernahme von 44.000 Euro verpflichten. Mehr ist laut einer Bonitätsprüfung der Mitglieder nicht möglich.

4.)    Es wird ein Förderverein mit dem Namen „Club 2013 - Förderverein 2013“  gegründet. Damit wird der laufende Spielbetrieb sichergestellt und auch finanzielle Mittel über Gönner und Sponsoren generiert werden.

Falls die angeführten Maßnahmen durchgeführt werden können, würde sich der Gesamtschuldenstand nach Ausgleich und erwarteten Einnahmen auf circa 42.000 Euro belaufen.

 

VOL Live-Interview mit Erwin Reis


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