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Fasnatsgilden kämpfen um Nachwuchs

Bludenz. Mit dem Landesnarrentag in Bludenz eröffnen Vorarlbergs Fasnatzünfte die fünfte Jahreszeit. Nicht wenige der Gilden kämpfen dabei mit Nachwuchsproblemen.
Zunftspräsident Marcel Stocklasa

Die Narren sind wieder los – mit diesem Sonntag beginnt wieder offiziell die Fasnat in Vorarlberg. Auf den offiziellen Teil folgt ab 10 Uhr das Frühschoppen in der Brauerei und um 13:30 Uhr der traditionelle Umzug mit über 3.500 Teilnehmern aus dem gesamten Land. Doch neben den Aktionen gegen übermäßigen Alkoholkonsum und zur Müllvermeidung tut sich ein neues Problemfeld für viele Zünfte auf.

Erreichen der Jugendlichen Thema

Ungeachtet der großen Zahl an Umzugsteilnehmer kämpfen auch die Faschingszünfte im ganzen Land mit Nachwuchssorgen. Beim heurigen Gastgeber, der Funkenzunft Bludenz, will man jedoch nicht von einem Problem sprechen. “Nachwuchs ist bei allen Vereinen ein Thema, von der Feuerwehr bis zur Musik”, ist Zunftmeister Christian Pellini überzeugt. Es werde immer wichtiger, genügend Jugendliche zu erreichen und für die ehrenamtliche Tätigkeit zu begeistern.

Geburtenschwache Jahrgänge

Auch Sandra Hämmerle von den Hohenemsern Palast Tätschern kennt Nachwuchssorgen. “Die Jugendlichen wollen zwar auf den Umzügen und Wettkämpfen dabei sein, aber wenig trainieren.” Die Guggenmusik übt mindestens einmal in der Woche, teilweise auch öfters. Dafür müsse man sich begeistern können. Auch die Garde in Buch kämpft mit Nachwuchssorgen. Zunftmeister Jürgen Winder kennt die Gründe: “Wir sind mit 560 Einwohner eine kleine Gemeinde” – außerdem merke man die geburtenschwache Jahrgänge. Dieses Jahr werde die Garde im Fasnatsprogramm fehlen. An ein allgemeines Problem glaubt er jedoch nicht.

Präsident verweist auf Konzepte

Der Präsident der Vorarlberger Fasnatszünfte Marcel Stocklasa kennt die Nachwuchssorgen in einzelnen Gemeinden. “Unsere Vereine haben sehr gute Konzepte”, so Stocklasa, die Fasnat erfreue sich seiner Überzeugung nach einem sehr großen Zulauf. Als Beispiel nennt er die Harder Muhfänger und deren Kinderball, doch auch andere Gilden und Zünfte scheinen kaum Nachwuchssorgen zu kennen.

Nicht alle kennen Nachwuchssorgen

“Wir haben in allen Bezirken genug Nachwuchs”, ist beispielsweise der Dornbirner Zunftmeister Winfried Schnetzer “topfroh”. Die Fasnat erfreue sich breiter Unterstützung, auch vonseiten der Schulen. Im Gegensatz zu früheren Jahren nehmen diese inzwischen wieder an den Umzügen teil. Die Lauteracher Garde kennt ebenfalls kaum Nachwuchssorgen. “Insgesamt haben wir 26 Nachwuchsmädchen, 15 in der Kindergarde und 11 in der Teenygarde”, bestätigt Tanja Dietrich. Die drei Monate lange Trainingszeit pro Jahr würde diese nicht abschrecken.

Garden setzen auf Expansion

Doch ganz sorgenlos ist man in Lauterach nicht. Die Garde der über 16-Jährigen muss erst wieder aufgebaut werden, diese verfügt derzeit über nur sieben Mädchen. “Hier ist es schwierig, viele kommen in die höheren Schulen oder konzentrieren sich auf andere Vereine”, erklärt Dietrich. Auch in Buch steckt man den Kopf nicht in den Sand. Schließlich habe man die letzten Jahre eine starke Garde gehabt. Trotz den Nachwuchsproblemen arbeite man konzentriert mit und an der Garde. Auch in der Hoffnung, dass man den Freundeskreis der Gardemädchen für selbige begeistern kann.

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