Akt.:

Fall Adelsmayr: Warten auf Rechtskraft des Urteils

Der Salzburger Arzt Eugen Adelsmayr wurde am Sonntag zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Salzburger Arzt Eugen Adelsmayr wurde am Sonntag zu lebenslanger Haft verurteilt. - © APA/Gindl
Im Falle des am Sonntag in Dubai zu lebenslanger Haft verurteilten oberösterreichischen Arztes Eugen Adelsmayr (S24 hat berichtet) gibt es jetzt das Warten auf die Rechtskraft des Urteils.

Korrektur melden

"Die Staatsanwaltschaft kann binnen 14 Tagen berufen, die Oberstaatsanwaltschaft binnen 30 Tagen", erklärte am Montag ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums. Man verfolge die Vorgänge in Dubai weiterhin "aufmerksam".

Mordanklage gegen Adelsmayr

Dem Intensivmediziner und seinem Mitangeklagten, einem indischen Arzt, war vorgeworfen worden, im Jänner 2009 im Rashid-Hospital in Dubai bei einem Patienten mit hoher Querschnittläsion durch Unterlassung der Hilfeleistung sowie Morphin dessen Tod herbeigeführt zu haben. Die Angeklagten hatten das bestritten. Zwei Gutachten hatten den österreichischen Intensivmediziner entlastet. Sie waren aber vom Gericht offenbar nicht entsprechend gewürdigt worden. Der indische Arzt ist am Sonntag freigesprochen worden. In Dubai legt die Staatsanwaltschaft offenbar häufig Berufung ein, wenn der Urteilsspruch unter der Höchststrafe erfolgt. Das wäre in diesem Fall die Todesstrafe.

Internationaler Haftbefehl gegen Adelsmayr?

Auswirkungen könnte das Urteil für den in Abwesenheit Verurteilten am ehesten in Sachen Reisefreiheit haben. Das hängt laut dem Sprecher des Ministeriums davon ab, ob die Staatsanwaltschaft von Dubai schließlich einen internationalen Haftbefehl gegen Adelsmayr, der an einer Privatklinik in Salzburg arbeitet, beantragt oder nicht. Ist das der Fall, müsste der Arzt vor einer Auslandsreise jeweils abklären, ob ihm eventuell eine Festnahme im Zielland der Reise drohen könnte - entweder aufgrund eines bilateralen Auslieferungsvertrages oder aufgrund völkerrechtlicher Abmachungen.

Österreich liefert nicht aus

Der Sprecher des Außenamtes in Wien betonte, dass es in letzterem Fall praktisch unmöglich sei, vorab Rechtssicherheit herzustellen. Österreich liefert - so wie viele Länder der Erde - eigene Staatsbürger nie an andere Länder aus. Das ist in Österreich eine Verfassungsbestimmung. (APA)

Werbung


Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
11 Menschen in mexikanischer Unruheprovinz getötet
In der mexikanischen Unruheprovinz Guerrero haben Unbekannte elf Menschen getötet. Die geköpften und teilweise [...] mehr »
Drohnenflug durch Tschernobyl
Der Brite Danny Cooke ließ seine Kameradrohne über die Geisterstadt Tschernobyl fliegen und verarbeitete die Aufnahmen [...] mehr »
Einbrecher starb nach Flucht durch die Neiße
Ein 28 Jahre alter Einbrecher ist auf der Flucht vor der Polizei im ostdeutschen Bundesland Brandenburg ums Leben [...] mehr »
Tschechien: Pflegerin soll Patienten getötet haben
Eine Krankenpflegerin steht in der tschechischen Stadt Rumburk im Verdacht, sechs Patienten umgebracht zu haben. Ein [...] mehr »
Slowakischer Jäger erschoss Kollegen statt Wildsau
Ein slowakischer Jäger hat seinen Kollegen erschossen, weil er ihn für ein Wildschwein hielt. Das 52-jährige Opfer [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!