Facebook-Aktie fiel erstmals unter 20-Dollar-Marke

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Die Facebook-Aktie stand am Donnerstag weiter unter Druck und fiel im Handel an der Wall Street erstmals unter die Marke von 20 Dollar (16,2 Euro). Damit hat das weltgrößte soziale Netzwerk seit seinem viel beachteten Börsendebüt fast 50 Milliarden Dollar an Wert verloren - mehr als Hewlett-Packard oder Starbucks überhaupt wert sind. Viel besser läuft es beim Facebook-Konkurrent LinkedIn.

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Facebook hatte am 18. Mai mit 38 Dollar je Anteilsschein debütiert. Seither haben Sorgen über die Wachstumsaussichten, die zu hohe Anfangsbewertung und den Abgang von bekannten Gesichtern den Kurs auf Talfahrt geschickt.

Am 16. August endet die Sperrfrist für Insider-Verkäufe - dann können erstmals Mitarbeiter und Investoren aus den Kindertagen von Facebook mit dem Verkauf von Aktien beginnen. Analysten wie Anthony Victor von Topeka Capital Markets rechnen nicht mit einem groß angelegten Ausstieg, sehen allerdings auf kurze Sicht auch nur wenig Aufwärtspotenzial für das Facebook-Papier. Fest steht: Als die Sperrfrist bei Groupon oder Zynga gefallen war, gaben die Aktien neun beziehungsweise acht Prozent nach.

LinkedIn verdoppelt Umsatz

Viel besser läuft es beim Facebook-Konkurrent LinkedIn. Das Karrierenetzwerk verdoppelte im zweiten Quartal 2012 den Umsatz nahezu auf 228 Millionen Dollar (187 Mio Euro). Der Gewinn fiel allerdings um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,8 Millionen Dollar, wie LinkedIn am Donnerstag mitteilte. Das lag unter anderem an Aktien, die Mitarbeiter bekommen hatten. Diesen kleinen Schönheitsfehler verziehen die Anleger dem Unternehmen jedoch. Nachbörslich schoss die Aktie um 5 Prozent auf 98 Dollar hoch. Beim Börsengang vor einem guten Jahr hatte LinkedIn die Papiere zu 45 Dollar das Stück ausgegeben.

LinkedIn hat 175 Millionen Nutzer weltweit, die hier ihre beruflichen Kontakte pflegen. Bei Facebook sind es 955 Millionen Nutzer, die Kontakt zu ihren Freunden und Bekannten halten. Während Facebook sein Geld vor allem mit Werbeanzeigen und Onlinespielen verdient, ist LinkedIn breiter aufgestellt mit Stellananzeigen, Werbung und Premiummitgliedschaften.

 

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