EU schlägt Glyphosat-Verlängerung um zehn Jahre vor

Akt.:
9Kommentare
Das Pflanzenschutzmittel ist heftig umstritten
Das Pflanzenschutzmittel ist heftig umstritten - © APA (dpa)
Die EU-Kommission plant, den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere zehn Jahre in Europa zuzulassen. Es handle sich dabei zunächst um einen Vorschlag, sagte eine Kommissionssprecherin am Mittwoch.

Nun müssten Diskussionen mit den EU-Mitgliedsstaaten geführt werden. Man strebe eine Lösung an, die die größtmögliche Unterstützung habe.

Nicht krebserregend

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA in Helsinki hatte im März das massenhaft als Unkrautvernichtungsmittel eingesetzte Pflanzengift als nicht krebserregend eingestuft. Die EU-Kommission kündigte daraufhin an, bis spätestens Ende des Jahres werde über die erneute Genehmigung entschieden.

Die Nutzung der Chemikalie in der Landwirtschaft war durch eine Studie der internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation WHO infrage gestellt worden, die Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstufte. Unstrittig sind massive negative Einflüsse der Chemikalie auf die Artenvielfalt.

Einsatz umstritten

Der amerikanische Monsanto-Konzern verkauft das Mittel unter dem Markennamen Roundup und hat damit Milliardenumsätze gemacht. In der konventionellen Agrarindustrie wird das Mittel zur Ertragssteigerung eingesetzt.

Die EU-Zulassung für Glyphosat war eigentlich am 30. Juni 2016 ausgelaufen. Die EU-Kommission hatte damals die Genehmigung um eineinhalb Jahre verlängert, obwohl der Einsatz unter den Mitgliedsstaaten umstritten ist. Bisher konnten die EU-Staaten keine Einigung darüber erzielen, ob das Herbizid weiter eingesetzt werden darf. Vergangenes Jahr stimmten von den 28 Mitgliedsländern 19 für eine weitere Zulassung, sieben enthielten sich. Frankreich und Malta waren dagegen.

(APA/ag.)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


Aktuelle News

- Jetzt Tickets für das HOLI Fl... +++ - Keine Einigung über Griechenl... +++ - Schulautonomie noch vor den N... +++ - Mann hat Freundin nicht zur Ab... +++ - Das erste Lebenszeichen von Ar... +++ - Video aufgetaucht: Hier hört ... +++ - Einfach lecker: Die Erdbeeren ... +++ - Luftbilder zeigen Einschusslö... +++ - Augenzeugen: Menschen waren bl... +++ - Glanz und Glamour im Reichsho... +++ - Canadi über seine Rapid-Zeit +++ - Kirchturmsanierung in Bezau sc... +++ - "Austro-Firmen" investieren im... +++ - Vermisst! Verzweifelte Eltern ... +++ - Terror in England: 22 Tote nac... +++
9Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung