EU droht Banken in Zinsaffäre mit Eingriffen

In der Affäre um Zinsmanipulationen durch Großbanken droht die EU-Kommission mit eingreifenden Maßnahmen im Finanzsektor. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf ein mutmaßliches Kartell, das bei der Feststellung des Libor zusammengearbeitet habe, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Almunia am Freitag in Lissabon.


Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der Londoner Interbanken-Zinssatz Libor beeinflusst worden sei, “werden wir die notwendigen Schritte unternehmen, um einen Kulturwechsel im Bankensektor anzutreiben”, sagte Almunia.

Einer ganzen Reihe von internationalen Großbanken wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Libor mit falschen Angaben manipuliert zu haben, um ihre tatsächlichen Refinanzierungskosten zu verschleiern. Der Libor wird einmal täglich in London ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er basiert auf individuellen Angaben der Institute.

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