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Es ist kompliziert

Ewiger Kalender, Mondphase, Tourbillon – anspruchsvolle mechanische Zusatzfunktionen erhöhen den Fertigungsaufwand und somit auch die Kosten des Zeitmessers, wecken aber auch Begehrlichkeiten. Ein Überblick über die häufigsten und ausgefallensten Komplikationen.  
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Stichwort Komplikation.
Während dem normalen Menschen bei diesem Begriff spontan eine negative Assoziation in den Kopf schießen mag, gepaart mit dem Gedanken „nein, bloß nicht“, versetzt er uhrenaffine Zeitgenossen in höchste Verzückung. Sie wünschen sich möglichst viele – Komplikationen. Wenn Uhrenliebhaber davon sprechen, meinen sie Zusatzfunktionen, die über die Anzeige von Stunde, Minute und Sekunde hinausgehen.  Aber auch die Hersteller lieben sie, machen sie nicht nur den Aufbau des Werks komplexer und erhöhen somit das Prestige, sondern steigern auch den Preis. So kann die Anzahl der Teile bei einer normalen Dreizeigeruhr von 60 auf rund 1400 ansteigen, wenn ein paar Komplikationen dazu kommen.

Kleine Komplikation.
Einfache Zusatzfunktionen bei mechanischen Uhren werden als sogenannte kleine Komplikation bezeichnet. Die am weitesten verbreitete ist die Datumsanzeige, d. h. ein Datumsfenster anstelle der Zahl Drei auf dem Zifferblatt. Die Anzeige des Wochentags gehört ebenfalls dazu, stellt jedoch eine eigene  kleine Komplikation dar. Häufig verbaut ist auch die zweite Zeitzone, hilft sie doch Globetrottern die Uhrzeit im Heimatland im Blick zu behalten. Die Drehlünette auf dem Gehäuse ist ein weiteres lebenswichtiges „Kinkerlitzchen“. Bei Taucheruhren hat sie die Funktion, die verbleibende Luftdruckreserve bzw. exakte Tauchzeit zu bestimmen. Bei Fliegeruhren zeigt sie Piloten, die auf Sicht fliegen, wann es Zeit ist, nach einem Wegpunkt Ausschau zu halten, um die Richtung zu ändern. Die Gangreserveanzeige ist ebenfalls ein sinnvolles Extra, verrät sie dem Träger, wann die Uhr stehen bleibt bzw. wann er sie wieder aufziehen muss. Sie beschreibt die Zeit, wie lange ein mechnischer Zeitmesser vom Vollaufzug der Feder bis zur Entspannung läuft. Die überaus beliebte Mondphasenanzeige soll hier ebenfalls noch kurz Erwähnung finden.

Tickendes Wunderwerk – Die Vacheron-Constantin-Referenz 57260 ist mit 57 Komplikationen die komplizierteste jemals gefertigte mechanische Uhr.

Große Komplikation.
Die Chronographenfunktion ist wohl eine der häufigsten Zusatzfunktionen in diesem Bereich. Es geht dabei um das Stoppen einer Zeitspanne, die meist über zwei zusätzliche Drücker an der Uhr realisiert wird. Eine andere optisch beeindruckende Zusatzfunktion ist der Tourbillon. Der Tourbillon-Käfig besteht aus vielen Einzelteilen, der Zusammenbau ist hoch komplex: Unruh, Anker und Ankerrad sind im Käfig untergebracht, der sich in einem regelmäßigen zeitlichen Rhythmus einmal um 360 Grad dreht. Apropos, zu den teuersten und kompliziertesten Komplikationen zählt der Ewige Kalender, da die korrekte Berücksichtigung und Berechnung der Schaltjahre meisterliches Know-how voraussetzt.

Reizvolle Zusatzoptionen – Zu den großen Komplikationen zählen Minutenrepetition, Tourbillon und Ewiger Kalender. Auch die Chronographenfunktion kann dazu gerechnet werden. Sie ist häufig verbaut und bei Uhrenliebhabern sehr beliebt.

Seltene Komplikation.
Bei Uhren mit Zeitgleichung (Äquation) wird der Zeitmesser zur Sonnenuhr, d. h. die mechanische Uhr zeigt alle 24 Stunden Mittag an, also wenn 12 Uhr ist; die Sonnenuhr, zeigt dagegen Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht. Wegen der Neigung der Erdachse und ellipsenförmigen Erdbahn ändert sich der Zeitpunkt, wann die Sonne am höchsten steht – Uhren mit Zeitgleichung geben diese Differenz an. Die Seconde Foudroyante ist eine der schwierigsten Komplikationen überhaupt. Bei dieser „blitzenden Sekunde” macht der Sekundenzeiger eine Umdrehung pro Sekunde, die in vier oder fünf Sprünge aufgeteilt ist. Für Fans von Big Ben sei am Schluss noch der Westminsterschlag erwähnt. Sie sehen also, es ist gar nicht so kompliziert…

Der Tourbillon stellt eine große Komplikation dar, die im Jahr 1800 von Abraham L. Breguet erfunden wurde und die Ganggenauigkeit von Taschenuhren erhöhen sollte.

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