30. Oktober 2012 11:15; Akt.: 30.10.2012 11:21

Erste mit 597,3 Mio. Euro Nettogewinn

Die börsenotierte Erste Group hat nach den ersten neun Monaten 2012 netto 597,3 Mio. Euro Gewinn ausgewiesen. Im Jahr davor hatte die Bank zu dieser Zeit mit fast einer Milliarde Verlust geschockt, weil teure Abschreibungen und Abwertungen auf Osttöchter und Wertpapiere angefallen waren. Diese negativen Einmaleffekte fielen heuer nicht mehr an.

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Das Betriebsergebnis der Gruppe war bis September 2012 mit 2,618 Mrd. Euro “nahezu stabil” (Vorjahr: 2,632 Mrd. Euro). Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Bank nun ein Betriebsergebnis, das “voraussichtlich nur leicht unter jenem des Vorjahres bleiben wird”, wie es in einer Mitteilung Dienstagfrüh hieß.

Die Kreditrisikokosten werden für 2012 weiterhin bei rund 2 Mrd. Euro erwartet. Die Vorsorgen und Kredit-Wertberichtigungen in der Rumänientochter BCR werden heuer ihren Höchststand erreichen. Trotzdem soll die BCR 2013 in die schwarzen Zahlen zurückkehren, hieß es heute. In den ersten neun Monaten schrieb die Rumänien-Bank heuer 206 Mio. Euro Verlust. In Ungarn gab es 64 Mio. Euro Verlust, in der Ukraine waren es 25,4 Mio. Euro. Sonst gab es überall Gewinne in den Töchtern.

Im dritten Quartal lag der Nettogewinn der Ersten heuer bei 143,7 Mio. Euro, nach 107,1 Mio. Euro im zweiten Quartal. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2011 hatte es 1,5 Mrd. Euro Verlust gegeben. Heuer halfen beim Ergebnis bis zum Sommer auch Sondergewinne aus Anleiherückkäufen.

Die Republik Österreich wird wohl keine vorzeitige Rückzahlung der Staatshilfe von der Erste Group sehen. Das deponierte Erste-Chef Andreas Treichl am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Treichl, der das dividendenlose Jahr 2011 bisher immer nur als einmalige Angelegenheit bezeichnet hat – hat dabei definitiv angekündigt, dass er für 2012 eine Ausschüttung an die Aktionäre beantragen will.



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