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Energiesparmeister aus Vorarlberg

Langenegg hat mit Mario Nußbaumer einen eigenen Energiebeauftragten. Langenegg hat mit Mario Nußbaumer einen eigenen Energiebeauftragten. - © VN
Dornbirn (VN/ib) – e5-Gemeinden wurden ausgezeichnet. Europa­meister ist weiterhin Langenegg.

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In Krumbach steht den Bürgern ein Elektroauto zur Verfügung, die Gemeinde Thüringen bezieht nur noch Ökostrom, in Langenegg gibt es bald keinen Ölkessel mehr, in Rankweil werden nach der Erweiterung im Biomasse-Werk über 100 Gebäude mit erneuerbarer Energie versorgt. In Vorarlberg nehmen 33 Gemeinden am europaweiten „e5“-Programm teil und setzen Aktionen, um weniger Energie zu verbrauchen und bewusster damit umzugehen. 

Neue Energiehauben

Sieben Gemeinden und eine Region wurden nun neu geprüft und die Zertifizierung am Donnerstagabend in der Fachhochschule in Dornbirn gefeiert. Besonders Thüringen und Rankweil freuten sich: Sie konnten eine „Energiehaube“ zulegen. Auch Götzis, Krumbach, Nenzing und das Große Walsertal bleiben bei vier, Schwarzach bei drei „e“. Lauterach erlangte auf Anhieb bei der Erst-Zertifizierung drei „Energiehauben“. Jede teilnehmende Gemeinde wird alle vier Jahre neu geprüft. Die Gemeinden werden in verschiedenen Bereichen – Energie, Mobilität, Wasser und Abfall – bewertet. „Europameister“ in der Gesamtwertung bleibt die Vorzeigegemeinde Langenegg. Was Langenegg macht? Die Gemeinde förderte die Abkehr von fossilen Brennstoffen und den Bau von Solar­anlagen. Jeder dritte Haushalt hat mittlerweile eine Solaranlage. Ein eigener Energieberater kümmert sich seit über zehn Jahren um Stomsparbelange. Bis 2015 sollen alle Ölkessel aus der Gemeinde verbannt werden. Das Ziel ist beinahe erreicht. Es gibt eine Mitfahrbörse und ein Carsharing-Auto. Zwei weitere Vorarlberger Kommunen stehen ebenfalls mit der Top-Wertung von fünf „e“ europaweit auf dem Stockerl: Zwischenwasser und Mäder.

Neue Energieregionen

„65 Prozent der Vorarlberger leben mittlerweile in einer Energie-Gemeinde. Das ist der höchste Prozentsatz in ganz Europa“, freut sich Projektleiter Karl-Heinz Kaspar vom Energieinstitut. Seine Mitarbeiter stoßen bei dem Eifer der Teilnehmer schon an ihre Grenzen. In diesem Jahr wird die Zahl der e5-Teilnehmer weiter wachsen: Das Leiblachtal und die Blumenegg-Gemeinden starten als Energieregion. „In der Frage der Energie­autonomie sind die Gemeinden wichtige Partner. Die Umsetzung muss bei den Menschen passieren. Das kann man nicht von oben verordnen“, unterstrich Energie- und Umweltlandesrat Erich Schwärzler, der am Donnerstag die Zertifikate übergab. Am e5-Programm nehmen mehr als 1000 Gemeinden in Europa teil. Neun Staaten sind offizielle Teilnehmer, sechs Länder befinden sich in der Startphase – darunter Ungarn, Luxemburg und Monaco, die erst 2011 dazugekommen sind.

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