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Energie-Alternative Arlberg

Energie-Alternative Arlberg © VN-Grafik
von Hans Günter Pellert - Lech - Vor elf Jahren eröffnete der Hochtourismusort Lech das größte Biomasse-Heizwerk Österreichs und ist seither auf dem besten Weg zur kommunalen und regionalen Energie-Autonomie.

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Mittlerweile sind in der Arlberggemeinde in Oberlech und Zug zwei weitere Holzheizwerke in Betrieb. Im Ortsteil Zürs wird heuer das vierte Naturwärmeprojekt verwirklicht.

Zusammenspiel

An die 20 Milllionen Euro wurden in Lech in den vergangenen Jahren durch Privat- und Kommunal­initiativen und in Kooperation mit der VKW in Alternativ-Energien investiert. „Für uns ist wichtig, unter Beweis zu stellen, dass Ökologie und Qualitätstourismus zusammengehören“, bekräftigt Bürgermeister Ludwig Muxel. Tatsächlich nehmen Ökonomie und Ökologie in der Energiemodellregion Lech/Warth einen hohen Stellenwert ein, gerade was Förderung, Gewinnung und Nutzung umweltfreundlicher Wärmeversorgung angeht. Es ist nicht mehr weit hin, und alle Haushaltungen, Gewerbe- und Tourismusbetriebe sowie Gemeindeeinrichtungen werden über Fernwärme auf Biomasse-Basis versorgt. Um das ehrgeizige Ziel alsbald zu erreichen, wird jetzt das bestehende Holzheizwerk Lech, das bislang an die 250 gewerbliche, private und öffentliche Gebäude ganzjährig mit Wärme versorgt, weiter aufgerüstet und ausgebaut. Um die Bevorratung von jährlich erforderlichen 65.000 Schütt­raummeter an Hackschnitzel, Rinde, Sägespäne und Waldhackgut weiter zu erhöhen, wird eine zusätzliche Brennstofflagerhalle gebaut. Außerdem erfolgt ein Umbau des Tiefenbunkers. Dies deshalb, weil auf der obigen Freifläche ein komplett autarker neuer Biomassekessel mit rund 7000 kW Leistung inklusive Elektrofilter und Kondensationsanlage installiert wird. Durch die Neuanlage soll der zusätzliche Fernwärmeanschluss des Ortsteils Stubenbach gewährleistet und die Versorgungssicherheit des Heizwerkes erhöht werden. In dem neuen Heizhaus ist der Einbau einer Pufferanlage geplant, die allen drei Biomassekesseln zur Verfügung steht. Durch den Kapazitäts- und Versorgungsausbau im Holzheizwerk Lech können jährlich an die fünf Millionen Liter Heizöl ersetzt und eingespart werden.

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