Endspurt für das Vlotte-Projekt

Von Florian Dünser
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Förderungen im Zuge des Elektromobilitätsprojekts Vlotte gibt es noch bis Ende des Jahres. Interessierte müssen aber schnell handeln. Förderungen im Zuge des Elektromobilitätsprojekts Vlotte gibt es noch bis Ende des Jahres. Interessierte müssen aber schnell handeln. - © VOL.at / K. Hartinger
Bregenz - Förderungen für Elektromobilität nur noch bis Ende 2011, Schnellladesäulen errichtet.

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Eines der größten Elektromobilitätsprojekte Europas geht in die finale Phase: Noch bis Ende 2011 wird die Anschaffung eines Elektroautos in Vorarlberg im Zuge des Vlotte-Projekts gefördert. 311 umweltfreundliche Flitzer sind bis dato auf Vorarlbergs Straßen unterwegs; all diejenigen, die noch in den Genuss der Förderungen kommen möchten, müssen schnell handeln – und aufgrund der Lieferzeiten bis Ende Oktober bestellen. Die Fördermittel reichen noch für rund 50 weitere E-Autos.

Schnellladestationen errichtet

Die Infrastruktur ist jedenfalls vorhanden. 75 Ladesäulen wurden im Zuge des Projekts im ganzen Land errichtet. Und: In den vergangenen Wochen folgten die ersten drei Schnellladesäulen. An den vom Automatiktechnologiekonzern ABB gelieferten Stationen können E-Autofahrer ihren Wagen in 15 bis 30 Minuten aufladen. Bisher dauerte der Ladevorgang an einer normalen Wechselstromsteckdose rund acht Stunden. Die drei den VKW gehörenden Schnellladestationen wurden in Schruns-Rodund, am Standort des ÖAMTC in Rankweil und am VKW-Hauptsitz in Bregenz errichtet. Illwerke-Vorstand Christof Germann erklärte, eines der Hauptziele des Vlotte-Projekts sei es, „etwas über die Elektromobilität zu erfahren“.

Im Zuge des Pilotprojekts wolle man auch die Technologie für Ladestationen austesten. Über Online-Tools biete das System die Möglichkeit, Aufschluss über mit dem Laden verbundene Angelegenheiten zu erhalten, etwa Nutzungsmuster oder Energieverbrauch. Eine Station kostet rund 30.000 Euro. „Mit der Errichtung von drei Schnellladestationen an verkehrstechnischen Knotenpunkten in Vorarlberg stellt illwerke vkw mit Vlotte einmal mehr den Pioniercharakter des Projekts unter Beweis“, betont Germann. Man versorge mit den 75 öffentlichen Stromstellen und den drei Schnellladestationen die Elektromobile flächendeckend mit erneuerbarer Energie. „Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass jeder Besitzer auch mit seinem Hausanschluss bereits über eine private Ladestation verfügt“, sagt er.

Dass das Vlotte-Projekt auch durchaus seine ökologischen Zielvorgaben erfüllt, beweist ein Blick auf die Statistik. Mit Ende 2010 wurden durch die Vlotte-Autos zirka 655.000 Kilometer zurückgelegt – und damit rund 100 Tonnen CO2 eingespart. Durchschnittlich legt ein E-Flitzer in Vorarlberg rund 8500 Kilometer pro Jahr zurück. Bis Sommer 2011 standen im Zuge des Vlotte-Projekts dadurch rund 1,4 Mill. Kilometer zu Buche und eine Einsparung von 225 Tonnen CO2.

Analysephase folgt

Und wie geht es mit Vlotte nach Auslaufen der Förderungen Ende 2011 weiter? „Wir werden im Frühjahr 2012 in eine intensive Analysephase treten“, erklärt Projektleiter Christan Eugster gegenüber den VN.

Zahlen und Fakten

  • 311 Elektroautos sind im Zuge des Vlotte-Projekts auf Vorarlbergs Straßen unterwegs.
  • 75 Ladestationen sind im ganzen Land errichtet worden.
  • 50 Elektroautos können bis Jahresende noch gefördert werden.
  • 1,4 Millionen Kilometer haben alle Vlotte-Autos bis Sommer 2011 zurückgelegt.
  • 225 Tonnen CO2 wurden dadurch auf Vorarlbergs Straßen eingespart.
  • 3 Schnellladestationen wurden errichtet – in Bregenz, Rankweil und im Montafon.
  • 15 bis 30 Minuten Zeit braucht eine 80 Prozent-Ladung bei diesen Stationen.

Finanzierung

  • Kosten: 367 Euro / Monat (Laufzeit 5 Jahre, zzgl. Haftpflichtversicherung) inkl. 1000 Euro Mobilitätsbonus der VKW
  • Zusatzleistungen: Umweltfreundliches Mobilitätspaket inkl. VVV-Karte; keine Anzahlung; ÖAMTC-Mitgliedschaft; kostenlose Lademöglichkeit an Park&Charge-Säulen
  • Verfügbare Fahrzeugmodelle: Mitsubishi i-MiEV, Peugeot iON, Peugeot Partner, Citroen C-Zero, Citroen Berlingo

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