Einsparungen von 256 Mio. durch Generika möglich

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Die Ausgaben für Arzneimittel hätten in Österreich 2011 um 256 Millionen Euro geringer ausfallen können, wenn Generika überall dort eingesetzt worden wären, wo dies möglich wäre. Dies geht aus einer Studie des internationalen Instituts IMS Health hervor. Der Präsident des Generikaverbandes, Bernd Leiter, sagte allerdings, dass es nicht realistisch sei, das gesamte Einsparungspotenzial zu heben.

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Generika können viel rascher und billiger entwickelt werden, sie haben die gleichen Wirkstoffe wie die Originalpräparate, anders können nur die Hilfsstoffe sein. Christoph Baumgärtel, für die Medizinaufsicht im Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen zuständig, versicherte, dass Generika genau so sicher sind und wirken.

Möglich ist der Einsatz von nachgebauten Medikamenten nach Ablauf des Patentschutzes der Originalpräparate. Je nach Zeitpunkt der Patentanmeldung dauert es in der Regel zehn bis 15 Jahre nach der Zulassung, bis ein Generikum angeboten werden darf. Die Entwicklung eines neuen Medikamentes dauert in der Regel 13 bis 14 Jahre, die Kosten belaufen sich auf 150 Mio. bis eine Mrd. Euro.

Originalpräparate kosten im Schnitt um 55 Prozent mehr als Generika. Würden nun im patentfreien Bereich alle möglichen Generika eingesetzt werden, könnten nach der Studie 256 Mio. Euro eingespart werden.

Österreich liegt im internationalen Vergleich zurück. In Deutschland ist die Generika-Quote doppelt so hoch, in den USA sogar bei 80 Prozent.

Pharmig-Generalsekretär Jan Huber sagte, dass der Spitalsbereich der "Kostentreiber" sei, und daher angegangen werden müsse, um Einsparungen im Gesundheitswesen zu erzielen. Huber betonte, dass es neben dem Einsatz von Generika auch ein kontinuierliches Engagement in der Entwicklung neuer, innovativer Präparate brauche, um auch in Zukunft Krankheiten auf bestmögliche Art bekämpfen zu können.

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