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Einsatz der Tierrettung: Kaninchen am Augartenspitz ausgesetzt?

Wurden am Augartenspitz Kaninchen ausgesetzt? Wurden am Augartenspitz Kaninchen ausgesetzt? - © Alexandra H. / pixelio.de
Am Freitagvormittag kam es am Augartenspitz zu einem Einsatz der Tierrettung. Ein von den protestierenden Aktivisten errichtetes Kaninchengehege wurde geräumt. Weitere Kaninchen sollen jedoch zuvor ausgesetzt worden sein und nun frei im Augarten herumlaufen.

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Die Besetzer des Augartenspitzes haben nicht nur eine Zeltstadt, sondern innerhalb dieser auch ein Gehege für Kaninchen errichtet. Dieses wurde am Freitagmorgen geräumt und die Kaninchen von der Tierrettung, beziehungsweise der MA 60 – zuständig für das Veterinäramt und Tierschutz -  abtransportiert. Von Seiten der MA 60 habe es seit längerer Zeit Gespräche mit den Aktivisten vor Ort gegeben. “Wir haben uns bemüht, gemeinsam eine Lösung für die artgerechte Haltung der Tiere zu finden”, heißt es auf Anfrage von Vienna.at. Nachdem anscheinend keine Lösung gefunden werden konnte, griff die Tierrettung ein und beschlagnahmte die insgesamt acht Kaninchen, vier Erwachsene- und vier Jungtiere. Bekanntlich vermehren sich Kaninchen recht häufig und zahlreich und so seien vermutlich aus Platzmangel im Gehege auch einige der Kaninchen ausgesetzt worden, heißt es von Augenzeugen. “Dass Kaninchen aus eigener Zucht im Augarten ausgesetzt wurden, hat die Anrainerinnen und Anrainer zu Recht aufgeregt”, so Bezirksrat Paul Hefelle (ÖVP) anlässlich des heute Vormittag erfolgten Einsatzes von Polizei und Tierrettung am Augartenspitz in der Leopoldstadt.

Freilaufende Kaninchen im Augarten gesichtet

Im Gespräch mit Vienna.at gibt Hefelle an, dass er das Eingreifen der Tierrettung nicht initiiert habe. Er könne sich aber “gut vorstellen, dass Anrainer sich dort gemeldet haben”. Er lobte das Eingreifen der Behörden in einer Aussendung am Freitag und hofft, “dass dies lediglich die erste Stufe war, um der andauernden Belästigung der Anrainer endlich ein Ende zu setzen.” Er selber habe die freilaufenden Kaninchen noch nicht gesichtet, ihm sei jedoch berichtet worden, dass sich ein besonders zahmes Exemplar häufig in der Nähe des Spielplatzes aufhalte und sich sogar von den Passanten füttern lasse. Vor dem Winter sollen jedoch viele der Kaninchen am Land ausgewildert worden sein, heißt es von den Aktivisten. Die im Augarten tätigen Gärtner gaben an, dass sie “ab und zu” Kaninchen gesehen haben, aber ob diese dort ausgesetzt wurden oder schon zuvor dort beheimatet waren, könne nicht festgestellt werden.

Protest gegen Konzertsaal im Augarten

Die Aktivisten, die sich im April 2008 formiert hatten, wollten mit ihrer Besetzung ursprünglich die im Zuge der Bauvorbereitung für den Konzertsaal verhindern und besetzen seitdem das Areal mit ihrer Zeltstadt. Sie fordern den Augartenspitz als öffentlich zugänglichen Ort zu erhalten. Dabei beziehen sie sich darauf, dass der Augarten nach Intention Josef des Zweiten “ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort” sein sollte. Nach mittlerweile zweijähriger Besetzung  des Augartenspitzes kann laut Hefelle “die weitere Konsequenz kann nur lauten, die Zelte abzubauen und den Platz frei zu machen.” Raja Schwahn-Reichmann, die Mitbegründerin des “Josefinischen Erlustigungskomitee”, betonte im Gespräch mit Vienna.at jedoch, dass die Aktivitäten der Protestierenden nicht homogen seien. Es haben sich mittlerweile viele Untergruppen unter den Aktivisten gebildet, die unterschiedlich Motivation für ihren Prostest haben und diesen mit verschiedensten Mitteln durchsetzen wollen.
(APA/ Red.)

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