Eine Zeitreise von Jahresringen geprägt

Von Gemeindereporter Marianna Moosbrugger
Akt.:
Zeitfenster von Claus und Felix Schwarzmann
Zeitfenster von Claus und Felix Schwarzmann - © Marianna
Fa. Schwarzmann hatte zum Blick durch das Zeitfenster eingeladen.

Andelsbuch. Auf eine Zeitreise der ganz besonderen Art lud Fensterbauer Claus Schwarzmann Freunde, Bekannte und lieb gewonnene Kunden in den Werkraum ein. Bei der momentanen Ausstellung “Farb” im Werkraumhaus hat die Fa. Schwarzmann sicher eines der größten und imposantesten Ausstellungsstücke vorzuweisen.

Meisterstück mit enormer Erfahrung

Am Veranstaltungsabend erzählte Claus Schwarzmann wie die Idee entstand, in eine 160 Jahre alte Fichte ein sogenanntes Zeitfenster einzubauen. Es war eine große Herausforderung, in diesen markanten Baumstamm mit all seinen Rundungen ein der Form angepasstes Fenster einzubauen. Letztendlich war der Handwerker, der dieses Meisterstück vollbrachte, der 76-jährige Seniorchef Felix Schwarzmann. Mit seiner enormen Erfahrung aus einigen Jahrzehnten Fensterbau und seinem Willen, geplantes umzusetzen, machte er das Unmögliche möglich.

Jahresringe kennzeichen 160 Jahre

Beim Einblick in das Innere des Baumstamms konnten die geladenen Gäste weit in die Vergangenheit blicken. 1856 begann dieser Baum in Schröcken zu wachsen und hat in seinen 160 Jahren erlebt wie das erste Erdöl zu Tage gebracht wurde aber auch wie das erste Telefon und das erste Auto in den Bregenzerwald kamen. Ein Jahresring kennzeichnete auch das markante Jahr 1971, die Firmengründung von Schwarzmann Fensterbau und wer genau hineinsah entdeckte einen kleinen Spiegel im inneren des Baumstammes. Dieser ermöglicht den Blick in die Gegenwart.

Der Dendrochronologe Dr. Klaus Pfeifer ermöglichte den Besuchern durch seine Erzählungen einen Einblick in seine außergewöhnliche Arbeit, wie er anhand von Jahresring-Parameter, Dichtesschwankungen und Fraßschäden Hinweise auf die Altersbestimmungen, klimatische Bedingungen oder Naturkatastrophen erforschen und nachweisen kann.

Wären die Zuhörer Gerstensuppe und „Hafoloab“ mit allem „Drumherum“ genossen, erzählte die Kunsthistorikerin Renate Breuss amüsante Anekdoten aus 160 Jahren Kultur und Küche und von der bäuerlichen Art zu kochen. Wie z.B. das „Schwozarmuos“ zu seinem Namen kam und über die verschiedenen Ansichten wie dieses auch richtig zubereitet wird.

 

 

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