Maiskogel: Bergwanderer hilft Ehefrau und stürzt selbst in den Tod

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Das Unglück ereignete sich auf der Hohen Arche in Richtung Steinkaralm (Kaprun). Das Unglück ereignete sich auf der Hohen Arche in Richtung Steinkaralm (Kaprun). - © Martin Flugrettung
Im Bereich des Maiskogels bei Kaprun im Salzburger Pinzgau ist am Montagnachmittag ein Bergwanderer aus Deutschland tödlich verunglückt.

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Der 54 Jahre alte Mann aus Bochum war laut Informationen der Polizei mit seiner 53-jährigen Ehefrau am sogenannten Alexander-Enzinger-Weg Richtung Maiskogel unterwegs. Eine dreiviertel Stunde vor dem Ziel kam es gegen 13.30 Uhr zu dem Unglück.

300 Meter von Maiskogel gestürzt

Die Frau rutschte in einer Seehöhe von rund 2.100 Metern auf dem Weg aus und kam nach einigen Metern leicht verletzt zu liegen. Als ihr der Mann zu helfen versuchte, verlor er selbst den Halt und stürzte rund 300 Höhenmeter ab. "Die Frau hat dann mit ihrem Handy die Einsatzkräfte alarmiert. Sie konnte ihren Mann nicht mehr sehen und bekam von ihm auch kein Lebenszeichen mehr", sagte Polizeisprecher Anton Schentz.

Jede Hilfe für Bergsteiger zu spät

Die Besatzung des Rettungshubschraubers Martin 6 konnte den Bergsteiger schließlich schwer verletzt orten. Für den Deutschen kam aber jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch am Absturzort. Seine Leiche wurde später von einem Polizeihubschrauber geborgen. Die Frau wurde am Tau ins Tal geflogen und von der Rettung ins Krankenhaus nach Zell am See gebracht, wo sie von einem Kriseninterventionsteam betreut wurde.

Der Alexander-Enzinger-Weg gilt als wenig schwieriger, aber stark ausgesetzter alpiner Steig, der teilweise mit einem Seil gesichert ist. Er erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, der schmale Weg führt teilweise über einen Grasgrat, der an beiden Seiten steil abfällt. (APA)

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