Das alte Sporthotel ist nicht mehr. Was kommt nun? - © VOL.at/Philipp Steurer
Am Anfang stand der Rohentwurf eines Hotelgebäudes als Nachfolger für die kürzlich abgebrochene ehemalige Nobelherberge mitten im Lustenauer Sportzenturm. „Darauf gab es viele Reaktionen. Und zwar hauptsächlich negative“, musste Bürgermeister Kurt Fischer zur Kenntnis nehmen. Dennoch sprach sich der Gemeindechef noch im September dieses Jahres für die rasche Realisierung eines neuen Objekts mit breiter Nutzung am Standort aus. Mit der Hotelkette Amedia fand man bald einen potenziellen Partner. Und der bleibt auch immer noch im Boot. Aber: Die Situation hat sich in Lustenau verändert.
„Der Gestaltungsbeirat und andere Verantwortungsträger in der Gemeinde haben den wenig goutierten ersten Entwurf zum Anlass genommen, sich grundsätzlich neue Gedanken über ein Nachfolgeprojekt für das Sporthotel zu machen“, berichtet Bürgermeister Kurt Fischer. Dieses Nachfolgeprojekt müsse nicht zwingend ein Business-Hotel, wie von Amedia in Erwägung gezogen, sein. „Das kann auch etwas anderes sein. Doch natürlich sind wir offen für Ideen von Amedia.“ Fischer kann sich auf dem 6300 Quadratmeter großen Areal auch eine Jugendherberge oder sogar den Standort für die neue Volksschule vorstellen. Das wichtigste Kriterium für was immer auf dem Areal des alten Sporthotels gebaut wird: „Es muss zum Gesamten passen und es muss die Bevölkerung miteinbinden.“
Der Gestaltungsbeirat mit den Architekten Kuess, Dietrich und Steinmayr hatte sich mit Vertretern von Raumplanung, Wirtschaftsabteilung und Hochbau kürzlich eingehend mit dem Projekt befasst. „Herausgekommen ist, dass wir die Karten neu mischen sollten und einen Diskussionsprozess über verschiedenste Möglichkeiten der Nutzung des Standortes überlegen“, gibt Fischer die neue Marschrichtung vor.
Das bisherige Konzept des Hotels sah eine Dimension von 120 Gästezimmern mit 240 Betten vor. Überarbeitete Pläne des ersten Entwurfs konnten auch nicht überzeugen. Sollte Amedia beim strengen Konzept eines Business-Hotels bleiben wollen, wird Kurt Fischer den Betreibern auch einen anderen Standort in Lustenau anbieten.