31. Oktober 2012 16:21; Akt.: 31.10.2012 16:24

Ehemalige Grundwehrdiener betreiben Homepage gegen die Wehrplicht

Ehemalige Grundwehrdiener verschaffen sich nun mit eigener Homepage Luft Ehemalige Grundwehrdiener verschaffen sich nun mit eigener Homepage Luft - © APA/Georg Hochmuth
Nun schalten sich auch die Grundwehrdiener mit eigener Homepage in die Wehrpflicht-Debatte ein. Auf wehrpflichtade.at machen sich die ehemaligen Rekruten über Strafmaßnahmen und Missstände Luft.

 (11 Kommentare)

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Auf der Webseite können angemeldete User auf einem blaugetarnten Hintergrund ihren Ärger Luft machen. So berichtet ein ein gewisser twist von einer Feldwoche mit miserablen Zelten auf der Feldwoche. Die Verpflegung der Rekruten sei von den Ausbildnern in den Dreck geworfen worden. In einem anderen Posting beschwert er sich, in Wien von einem Unteroffizier als gratis Umzugshilfe missbraucht worden zu sein. Einem zusagende Beiträge können von anderen Nutzern mit Sternen bewertet werden.

Berichte von Schikanen

Durch die ganze Seite ziehen sich Berichte von Kollektivstrafen und Schikanen. Ein User erzählt davon, dass sie zur Strafe inmitten einer Gelsenwolke strammstehen mussten, während der Vorgesetzte drei Minuten runterzählte. Sobald sich ein Rekrut bewegte, habe der Unteroffizier von vorne begonnen. Auch der Bundesgeschäftsführer der SPÖ, Günther Kräutler lässt sich auf der Seite über seine Zeit beim Bundesheer aus. “Bei einem 15 km Marsch quer durchs Ackerland hieß es plötzlich von einem so genannten Ausbildner ‘Rrrrrrauchpause, 5 Minuten, und alle, die nicht rauchen, derweil im Laufschritt um die Rauchergruppe’.” Da es im Gasthaus nur Runden für Alkohol und nicht für “Tschopperlwasser”, gab, hätte er angefangen zu saufen.

Vor Pony salutieren

Die Seite wird aber nicht nur zum Beschweren genutzt. Ein ehemaliger Grundwehrdiener beschwerte sich, dass er Strafdienst ausfassen musste, da er sich weigerte vor einem Pony zu salutieren. Er wurde daraufhin in einem eigenen Beitrag darauf hingewiesen, dass es hierbei durchaus mit rechten Dingen zuging. Soldaten in Uniform haben laut den Dienstvorschriften (ADV) § 8 gegenüber Vorgesetzten und Ranghöheren die Pflicht militärisch zu grüßen. Tiere seien davon nicht ausgenommen.

Auch im Social Web vertreten

Die Seite erfreut sich anscheinend regen Zuspruch. Die dazugehörige Facebook-Fanpage ist schon seit 25. Januar 2011 aktiv und zählt über 17.600 Fans. Die Seite ist seit ein paar Tagen auch auf Twitter vertreten.



Kommentare 11
  1.  Lauter Weicheier!
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  2.  .hatte vor vielen Jahren im BH (1964) einen Ausbilnder in Tirol (er war aber ein Vorarlberger !) der uns so schickanierte, bis wir DIE Lösung hatten , wo fast die gesamte Kompanie diesem "Menschen" im so richtig Saures gaben!!.Einen Jutesack auf seinen Schädel und dann gib ihm.!!Es kam nie heraus, wer es war......aber wir hatten von diesem S...hund eine Ruhe, der hat uns NIE mehr schickaniert!! Übrigens, man sah ihn nie mehr in einer dortigen Wirtschaft!!
    Zur Nachempfehlung wärmstens empfohlen.
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  3.  schaut doch die PISA Studie, allgemein Österreich ist im BIDF Test einer der wenigen die ,,Genügend,, als Ergebnis hatten. 6 oder sogar 9 Monate für den Gammeldienst. Wem es gefällt soll doch freiwillig gehen!
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  4.  weg mit dem scheiss Zwangsdienst! ihr verdammten Millitärfuzis!!! Sucht euch wo anderst Anerkennung als die Rekruten zum fertig machen, und sich daran auf zu geilen, ICH BIN JA LEUTNANT VIZE GENERAL MR SOWIESO ! Blabla , fördert lieber Schulen mit dem Geld oder spendet es! Steuereinnahmen kann man besser verwenden.
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  5.  Diese Seite, bzw. die durchwegs negativen Berichte sieht nach einer Frust-Seite der NULL-BOCK Generation aus!! Ich war auch, wenn schon vor längere Zeit beim "Barras" zusammen mit Leuten, die damals schon den Sinn dieser Einrichtung in Frage gestellt haben. Das waren aber auch die Drückeberger, für die die ANDEREN die Arbeit machen mussten. Ihre Einstellung zur Arbeit generell wurde auch ausserhalb des Bundesheeres, bzw. nach Beendigung sichtbar. Die meisten der Drückeberger soffen schon vor dem Bundesheer, beim Bundesheer und einige meiner damaligen Kollegen haben bis heute nichts anderes im Sinn.

    Ob jemand etwas lernt, hängt weder von den Lehrern in der Schule, noch vom Bundesheer ab. Im übrigen, so gut wie JEDES erfolgreiche Unternehmen ist wie das Bundesheer straff strukturiert und als ehemals Verantwortlicher auch für Personalfragen ist die Absolvierung des Bundesheeres auch ein Einstellungskriterium. Das mag nicht bei allen Unternehmen so gesehen werden aber Drückeberger sind in keinem Team der Welt geschätzt!
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    • Also dass fast jedes erfolgreiche Unternehmen so straff wie das Bundesheer strukturiert ist wage ich zu bezweifeln.

      Zumindest in keiner der Firmen in denen ich gearbeitet habe sind die Strukturen ähnlich und ich würde mich mal trauen zu behaupten das z.b. Gebrüder Weiss und SFS durchaus Erfolgreiche Unternehmen sind.

      Ich behaupte sogar dass eine Firma die wie im Bundesheer nur Befehlsgeber und Befehlsempfänger kennt auf Dauer keine Chance hat.

      Natürlich muss von der Geschäftsleitung ein Rahmen vorgegeben werden innerhalb dessen die Ziele erreicht werden sollten, aber innerhalb dieses Rahmens sollte man den Mitarbeitern auch Freiräume lassen um selber gestalten zu können.

      Davon profitiert im Endeffekt die ganze Firma, denn die Mitarbeiter beschäftigen sich mit verschiedenen Wegen an dieses Ziel zu kommen und nur so kommt es zu optimierungen im Arbeitsalltag.

      Stillstand ist Rückschritt und nur weil eine Führungsperson vor 20 Jahren etwas gelernt so gelernt hat muss es in der heutigen Zeit nicht mehr der beste Weg sein.

      Deshalb bin ich der Meinung dass mündige Mitarbeiter an der Basis die sich Gedanken machen weil man sie im Betrieb auch ernst nimmt wesentlich wertvoller sind wie sture Befehlsempfänger die 8h ihren Dienst runterspulen.

      Auch kann man sich eher mit einem Unternehmen identifizieren wenn man das Gefühl hat nicht irgendeine Nummer zu sein.
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  6. Kommentar wurde durch User gelöscht
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    •  ..man kann es auch anders sehen: Die Abfalljäger wurden ja schon Jahre vorher bestellt und unterschrieben von Wolferle Schüssel und dem blauen Verteidig.Min.Scheibner!! Darabos musste von Anfang an diese von 18 St.herunter handeln, weil die Flieger viel zu teuer waren von Gegengeschäften des Wirtschaftsmin.ÖVP-Grande Bartenstein kaum der Rede wert.... das kann man Darabos einfach nicht unterstellen!!! Und was allgem.Wehrpflicht versus Berufsheer betrifft...kann man auch geteilter Meinung sein.Bei einer Einführung eines Berufsheeres würde man sehr viele überflüssige Generäle ( ich glaube 2004 über 550 Generäle in Österreich!!) nicht mehr brauchen und in die vorz.Pension schicken, auch dieses ist zu bedenken.
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  7.  da sollte man alle jene die derartige mißstände nicht sofort aufgezeigt haben
    nicht nur charakterlich sondern auch rechtlich in die pflicht nehmen da sie
    sich allein schon beim zusehen und nicht reagieren meiner meinung nach ebenso
    schuldig machen wie die ausführenden ;-P
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  8.  Ich hoffe viele gehen gegen das Bundesheer abstimmen.
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