Ehedrama in Mäder – Anklage steht

Von Christiane Eckert (VOL.AT)
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acht Geschworene werden über das Schicksal des 46-Jährigen entscheiden.
acht Geschworene werden über das Schicksal des 46-Jährigen entscheiden. - © VOL.AT
Feldkirch – Der Verteidiger geht von Totschlag aus – Die Geschworene sind im Herbst am Zug.

Ende Jänner erstach ein 46-jähriger Lkw-Fahrer in Mäder seine 40-jährige Ehefrau. Der Hintergrund: Eheprobleme. Die vier Kinder des Paares bekamen die dramatischen Szenen zwischen den Eltern mit, versuchten zu helfen, doch es war zu spät. Die Staatsanwaltschaft sieht eindeutig „Mord“ als verwirklicht an. Die Verteidigung hingegen geht von Totschlag, also Tötung im Affekt aus. Was am Ende des Prozesstages „Im Namen der Republik“ verkündet wird, ist offen. Noch gibt es keinen Termin für die Schwurgerichtsverhandlung.

Lange Krise im Vorfeld

„Er litt unter einem reaktiven Zustand der Enttäuschung, Eifersucht, qualvollen Grübelns und Frustration“, zitiert Verteidiger Franz Josef Giesinger aus dem Gutachter von Reinhard Haller. Für Giesinger ist auf Grund des Gutachtens klar, dass es sich keinesfalls um Mord handeln kann. Die Staatsanwaltschaft hingegen kontert, dass die heftige Gemütsbewegung, in der sich der Mann zweifellos befand, nicht „allgemein begreiflich“ sei. Die Anklagebehörde wird also auf Mord plädieren. Ob und wegen welcher Straftat der bislang Unbescholtene verurteilt wird, entscheiden allerdings allein die acht Geschworenen.

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