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Effizienzsteigerung als Hobby

Effizienzsteigerung als Hobby © VMH/ Philipp Steurer
VKW-Projekt „Velix“ findet großen Anklang, „Nutzer melden sich bei Urlaub ab.“

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Velix. Knapp 5000 Teilnehmer und rund 40.000 Zählerstandeingaben: Die Bilanz nach zwei Monaten „Velix“ fällt laut VKW-Vorstand Christof Germann sehr zufriedenstellend aus. Das Online-Projekt des heimischen Energieanbieters, welches sich die Sensibilisierung der Menschen in Bezug auf den steigenden Energieverbrauch zum Ziel gesetzt hat, entwickle sich dynamisch. „Es zeigt, wie viele Menschen in Vorarlberg sich mit diesem Thema auseinandersetzen“, freut sich Germann. Dabei werde das bewusst spielerisch gestaltete Projekt von vielen Nutzern sehr ernst genommen. „Wir haben Teilnehmer, die sich bei uns abmelden, wenn sie auf Urlaub fahren“, so der VKW-Vorstand. Dabei kristallisieren sich bei einem Blick auf die Statistik durchaus regionale Unterschiede heraus. Mit 520 Nutzern ist „Velix“ in Dornbirn mit Abstand am beliebtesten, Bregenz folgt bereits mit Respektabstand und 335 Teilnehmern. Geplant sei, in naher Zukunft auch verstärkt jüngere Zielgruppen anzusprechen, ein entsprechendes Projekt mit Vorarlberger Schulen ist laut Germann geplant.

ETH lobt Projekt

Zufrieden über den Verlauf von „Velix“ zeigt sich auch Prof. Dr. Thorsten Staake, Projektverantwortlicher an der ETH Zürich. „Für ein Produkt wie Strom, das trotz der großen Bedeutung von vielen Nutzern wenig Beachtung findet, haben wir sehr gute Werte“, betont er. Erfreulich sei darüber hinaus, dass täglich neue Teilnehmer hinzukommen.

Für die Projektbetreiber besonders von Interesse sei, dass der durchschnittliche Nutzer tatsächlich seinen Stromverbrauch reduzieren könne. „Das Wissen über den eigenen Stromverbrauch sollte dabei genauso selbstverständlich werden, wie die Kenntnis des Verbrauchs des eigenen Autos“, so Staake. Ein bewusster Umgang mit Energie sei ein erster Schritt zur effizienten Nutzung derselben. Zugleich erwarte man sich von „Velix“ aber einen weiteren Effekt. „Kampagnen, die das Nutzungs- und Investitionsverhalten ansprechen, können auch zu einem stärkeren Umwelt-Engagement in anderen Bereichen führen“, sagt der ETH-Professor. Über zukünftige Aktionen will Staake aber noch nicht zuviel verraten. „Velix steht im Wettbewerb mit vielen anderen Aktivitäten, die um die Aufmerksamkeit der Vorarlberger konkurrieren - die Aktionen müssen also spannend bleiben“, betont er. Spannend scheint das Projekt indes auch für andere Energieversorger zu sein. Interesse wurde laut Staake bereits aus Deutschland und der Schweiz angemeldet.

Energieverbrauch steigt

Dass es beim Thema Energieeffizienz nach wie vor massiven Handlungsbedarf gibt, verdeutlichen aktuelle Zahlen. So ist der Gesamtenergieverbrauch in Vorarlberg im Jahre 2009 zwar um zwei Prozent zurückgegangen (vorwiegend auf den Rückgang in der Industrie zurückzuführen), gleichzeitig jedoch jener in Privathaushalten um knapp zwei Prozent gestiegen. „Das zeigt, dass es auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in privaten Haushalten große Zuwachsraten gibt“, sagt Germann. Alleine in Privathaushalten werden pro Jahr somit rund 1000 Mill. Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht, ein Zuwachs von zwei Prozent entspricht 20 Mill. kWh - und damit dem halben Jahresverbrauch einer Tourismus-Gemeinde wie Lech.

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