Ecuador will im Assange-Streit weiter verhandeln

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Im Streit mit Großbritannien um das Asyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange hofft Ecuador weiter auf eine Verhandlungslösung.

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Die Regierung in Quito ziehe Gespräche mit London einem langjährigen Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof vor, sagte Ecuadors Außenminister Ricardo Patino am Montag im ecuadorianischen Fernsehen. Großbritannien will Assange festnehmen und an Schweden ausliefern.

Großbritannien drohte mit Stürmung

Eine Auslieferung soll erfolgen, sobald Assange das Botschaftsgelände verlässt. Ecuador dagegen pocht auf freies Geleit. Voraussetzung für Verhandlungen sei aber, dass Großbritannien seine Drohung gegen die Botschaft in London zurücknehme, sagte Patino. Das lateinamerikanische Land hatte Assange in der vergangenen Woche Asyl gewährt. Großbritannien soll zuvor gedroht haben, die Botschaft zu stürmen um Assange festzunehmen. Die britische Regierung bestreitet, dass es sich um eine Drohung gehandelt habe. Ecuador sei nur auf ein Gesetz von 1987 hingewiesen worden, das es erlaube, die Unverletzlichkeit einer Botschaft aufzuheben.

Keine Auslieferung in Todeszelle

In Schweden wird Assange gesucht, weil er zwei Frauen sexuell belästigt oder vergewaltigt haben soll. Er selbst hat mehrfach erklärt, er befürchte, Schweden werde ihn in die USA ausliefern. Dort drohe ihm die Todesstrafe, weil er auf der Enthüllungsplattform Wikileaks Zehntausende geheimer US-Depeschen veröffentlicht hatte. Die schwedische Regierung hat aber zuletzt versichert, dass sie den Wikileaks-Gründer unter keinen Umständen der Todesstrafe überantworten wird. Eine etwaige Auslieferung in die USA unterliege strengen Bedingungen. Dazu gehöre, dass die US-Regierung garantieren müsse, dass der Gefangene auf keinen Fall hingerichtet werde, hieß es.

"Wilde Behauptungen"

Die USA haben unterdessen den Vorwurf einer Hexenjagd auf Assange zurückgewiesen. Assange stelle "wilde Behauptungen" auf, um von seinen juristischen Problemen in Schweden abzulenken, erklärte das Außenministerium in Washington am Montag.

 

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