EBEL-Start: Vienna Capitals in der Rolle des Gejagten

Die Vienna Capitals gehen als Titelverteidiger in die neue EBEL-Saison.
Die Vienna Capitals gehen als Titelverteidiger in die neue EBEL-Saison. - © APA/Gert Eggenberger
Die Vienna Capitals versuchen in der heurigen Eishockey-Saison, erstmals in der Vereinsgeschichte den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen.

Die Erste Bank Eishockey Liga startet am Freitag in die neue Spielzeit. Die Vienna Capitals versuchen sich daran, erstmals in der Vereinsgeschichte den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. “Wir freuen uns auf die Saison, können es kaum erwarten”, sagte Stürmer Andreas Nödl am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Wien. Doch speziell Red Bull Salzburg brennt auf Revanche.

Sechs Spiele stehen am Freitag in der 15. Ligasaison unter der Schirmherrschaft von Hauptsponsor Erste Bank auf dem Programm. Erster Gegner der Capitals ist Fehervar AV19, Salzburg empfängt unterdessen die Dornbirn Bulldogs, Vizemeister KAC die Graz 99ers. Schon am Sonntag gastieren die Klagenfurter in Wien-Kagran, wo die erste Final-Neuauflage gegen die Caps ansteht.

Vienna Capitals: “Erwartungshaltung in Wien ohnehin relativ hoch”

“Es war eine lange Vorbereitung, hat Spaß gemacht – aber jetzt beginnt es richtig”, freute sich Nödl, der in der Saisonpause das Kapitänsamt vom abgewanderten Jonathan Ferland übernommen hat. “Kapitän zu sein, ist eine große Ehre für mich. Ich weiß mittlerweile schon genau, was meine Rollen sind”, betonte der NHL-erfahrene Stürmer.

Der Druck als Titelverteidiger ist nicht unbedingt größer. “Die Erwartungshaltung ist in Wien ohnehin immer relativ hoch”, so Nödl. Selbstzufriedenheit gebe es bei ihm und seinen Mannschaftskollegen nicht. “Ich glaube, der Trainer gibt uns auch die Möglichkeit dazu nicht. Der ist immer recht hart.”

Red Bull Salzburg bläst zum Angriff

Nachdem er den Wienern den zweiten Titel nach 2005 ohne eine einzige Playoff-Niederlage beschert hat, stapelt genau jener Serge Aubin jetzt tief. “Für mich geht es in dieser Saison nicht um die Titelverteidigung. Wir wollen eine konstante Saison spielen”, gab sich der Kanadier bescheiden. Sein Favorit: Red Bull Salzburg. “Sie haben die beste Qualität”, betonte Aubin.

Der Titel sei “das Ziel jedes Jahr in Salzburg”, meinte dazu “Bullen”-Coach Greg Poss. “Aber die Liga ist sehr gut. Jedes Spiel zu gewinnen, ist eine große Herausforderung. Das haben wir letztes Jahr auch gesehen.” Der US-Amerikaner aus Green Bay, der mit Salzburg zuletzt im Halbfinale am KAC scheiterte, erwarte sich von seinen Jungen einen gewissen Sprung. “Die müssen spielen, die brauchen Eiszeit. Wir müssen ein bisschen Geduld haben, aber ich glaube, am Ende werden sie das zurückzahlen”, sagte Poss.

Fan-Umfrage: KAC als Favorit

In einer am Mittwoch präsentierten Umfrage unter knapp 1.000 Fans kristallisierte sich jedoch mit 24,1 Prozent der Stimmen ziemlich klar der KAC als erster Meistertipp heraus – gefolgt von Salzburg, Villach und Wien. “In Klagenfurt ist das immer der Anspruch. Aber bis dorthin müssen noch viele Spiele gespielt werden”, entgegnete Kapitän Manuel Geier. Mit dem Kanadier Steve Walker steht beim Rekordmeister ein neuer Trainer hinter der Bande.

Eine neue Zeitrechnung beginnt auch in Linz, wo die Ära Rob Daum nach sechs Jahren zu Ende gegangen ist und der US-Amerikaner Troy Ward das Coaching-Zepter übernahm. Wieder zurück in der Liga ist Medvescak Zagreb, die Kroaten hatten sich 2013 zurückgezogen. Angeführt werden die “Bären”, die den Platz von Olimpija Ljubljana einnahmen, von dem erst 32-jährigen Connor Cameron. “Mein jüngerer Bruder ist 25, und er ist ein Arzt. Er hat jeden Tag Menschenleben ins seinen Händen. Ich denke 32 und Hockey-Coach, das ist fair”, sagte der jüngste EBEL-Cheftrainer.

Auch Zagreb wird von der konstant steigenden Präsenz der EBEL in Sachen Live-Übertragungen profitieren. ServusTV bringt in der Saison 2017/18 bis zu 44 Spiele live im Fernsehen und stellt zusätzlich einen Großteil der Spiele unter servushockeynight.com im Stream zur Verfügung. Der zweite TV-Partner Sky zeigt – abhängig von der Zahl der Play-off-Partien – bis zu 57 Spiele. Größtenteils am Donnerstag, fallweise auch am Freitag und Dienstag, laufen dort die Übertragungen. Die Finalserie ist komplett im Free-TV und auch digital zu sehen.

(APA, Red.)

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