Ducati-Jäger hoffen nach Spielberg auf Aufwind in Brünn

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Marquez fährt in Brünn
Marquez fährt in Brünn
Nach dem Doppelsieg beim WM-Comeback in Österreich hoffen die Ducati-Jäger auf Aufwind. In Brünn (Brno) geht am Sonntag der 400. Motorrad-Grand-Prix der Neuzeit über die Bühne und auf bekanntem Terrain haben Marc Marquez, Jorge Lorenzo und Valentino Rossi wohl bessere Chancen gegen die schnellen Bikes aus Bologna als auf der Powerpiste in Spielberg.


Der Vorsprung des mit 181 Punkten in der WM führenden Marquez auf seinen spanischen Landsmann und Titelverteidiger Lorenzo hat sich in Österreich auf 43 Punkte reduziert. “Es hätte schlimmer kommen können”, sagte Marquez, der sich in Österreich bei einem Trainingssturz die Schulter ausgerenkt hatte und im Rennen nur Fünfter geworden war.

“Es ist soweit okay. Die Schulter ist fixiert, aber nicht hundert Prozent”, gab der 23-jährige aber zu, dass er weiter nicht wirklich ganz fit ist. “Aber Jorge hat in Spielberg nur fünf Punkte gut gemacht, Valentino nur zwei. Das ist gut”, sagte der zweifache Weltmeister, der glaubt: “Brno liegt unserer Honda weit besser als der Red Bull Ring. Hier fahren wir wieder auf Sieg.”

Rossi hat wie an die Rennstrecke in Österreich auch an Brünn gute Erinnerungen. In Spielberg hatte er 1996 den ersten Podestplatz seiner Karriere geschafft, in Brünn war ihm vor 20 Jahren der erste Sieg gelungen. “Klar, dass ich hier gerne fahre”, sagte der Italiener, der nach zehn von 18 WM-Läufen mit 57 Zählern Rückstand Dritter ist. Will der 37-Jährige zum zehnten Mal Weltmeister werden, muss er angesichts der vier nun innerhalb von nur fünf Wochen anstehenden Rennen mächtig Gas geben.

Der 400. Grand Prix wurde Donnerstagabend gebührend gefeiert. Die in Spielberg von einem Blackhawk-Hubschrauber des Bundesheeres symbolisch in Richtung Brünn geflogene 399er-Fahne wurde in Tschechien von Fallschirmspringern mit der Zahl 400 darauf auf die Startaufstellung gebracht. Einige Piloten hatten davor im Stadtzentrum mit Minibikes für Aufsehen gesorgt.

Wie zuletzt in Spielberg kommen auch an diesem Wochenende wohl sieben Piloten für das Podium infrage. Neben den zwei Ducati-Werksfahrern Andrea Iannone und Andrea Dovizioso, den Hondas mit Marquez und Dani Pedrosa sowie den Yamahas mit Lorenzo und Rossi ist das auch noch Suzuki-Pilot Maverick Vinales.

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