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5. Februar 2012 11:11; Akt.: 6.02.2012 10:25

Dreiklang-Idee hat Zukunft

Martina Rüscher moderierte die Dreiklang-Sitzung souverän. Martina Rüscher moderierte die Dreiklang-Sitzung souverän. - © Hronek
Erste gemeinsame Sitzung der Dreiklang-Gemeinden Düns, Dünserberg und Schnifis.

 (2 Kommentare)


(amp) Die Sennerei als Partner der Dreiklang-Gemeinden stellt das Sitzungszimmer. Gemeindemandatare und Ersatzleute aus den drei Kommunen nehmen Platz. Auf der Tagesordnung steht die Zukunft der Dreiklang-Idee. Das im EU-Leader-Förderprogramm integrierte Projekt läuft Ende des Jahres aus. Projekt-Managerin Sabine Duelli lässt die Ereignisse in einer imponierend aufbereiteten Replik Revue passieren. In den Arbeitsgruppen Kulinarium, Kultur, Landschaft und Vermarktung wurden Schwerpunkte gesetzt.

Wanderwege-Konzept
So wurde beispielsweise ein Wanderwege-Konzept samt Beschilderung, Wanderkarte und geführten Dreiklang-Wanderungen umgesetzt. Mit den Fanni-Amann-Tagen und dem „Käse & Kollegen“-Kulinarium wurden die Stärken der „Gold verwöhnten“ Sennerei und der heimischen Gastronomie aufgezeigt. Dreiklang-Theater, Dreiklang-Chorkonzert, Lesewanderungen und Künstlertreffs widerspiegeln die kulturelle Vielfalt und bei der Vermarktung heimischer Naturprodukte die Märkte ideale Plattformen. Dazu kommen noch marketingstrategische Maßnahmen mit Dreiklang-Gutschein, Stammtischen, Produktefolder und anderen.

Umweg-Rentabilität
Umweg-Rentabilität der Dreiklang-Initiative zeigt sich auch in der Steigerung der Fahrgastzahlen beim ÖPNV auf der Linie 75 a und bei den Seilbahnen in Schnifis. Seit der „Rettungsaktion“ 2008 konnten die Seilbahnfahrten von 24.000 auf derzeit über 37.000 gesteigert werden. Statt der ursprünglich prognostizierten Projektkosten von 553.000 Euro wurden lediglich 279.500 Euro aufgewendet. Abzüglich der Förderungen mussten sich die Dreiklanggemeinden gemäß dem Bevölkerungsschlüssel 156.500 Euro an Aufwendungen teilen.

Klares Votum
Bei der Abstimmung, ob die Dreiklang-Idee auch nach Auslaufen der EU-Leaderperiode eine Fortführung erfahren soll, gab es mit 26:3 ein klares Votum der Gemeindevertretungen pro Dreiklang. Lediglich drei Gemeindevertreter aus Schnifis sehen die für die Gemeinden anfallenden Kosten für ein eigenes Büro samt Management skeptisch und stimmen dagegen. Bei der Frage nach einer periodisch einzuberufenden Dreiklang-Gemeindevertretungssitzung und der Rekrutierung allfälliger Geldquellen zur Umsetzung von weitern Dreiklangprojekten 2012 ist man sich in den Gemeindevertretungen grundlegend einig. Martina Rüscher als „Moderatorin von außen“ hat stellvertretend für die drei Bürgermeister Andreas Amann, Ludwig Mähr und Walter Rauch die Zügel während der Sitzung fest in der Hand.

Dreiklang in Dur und Moll
(amp) Die Diskussion um die Fortführung des Dreiklang-Projektes spießt sich an den Kosten. Die „Oppositionellen“ in der Schnifner Gemeinde-Stube vom „Team Schnifis“, Simon Lins und Anita Lins hinterfragen in ihren Wortmeldungen die Effizienz des Dreiklang-Managements und dessen Kostenstellen. Braucht es überhaupt ein Dreiklang-Büro und professionelles Management? Der Schnifner Gemeindevertreter Herbert Dünser bringt es auf den Punkt: Einzeltöne gehen im Dreiklang unter, egal ob dieser in Dur oder Moll intoniert wird. Unüberhörbar steht die Forderung nach mehr touristischen und gastronomischen Einrichtungen im Raum. Dazu muss man aber im Dreiklang auch öffentliche Mittel in die Hand nehmen um die Region Touristen attraktiv zu machen und dann auch entsprechend die Werbetrommel zu rühren. Dass man da auf gutem Wege ist zeigt nicht zuletzt auch die Alte Mühle, das das „Mulino“ in Düns. Resümee: „Profit stellt sich nicht von selber ein“.


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