Mensch und Tier im Einkaufsglück

Von Gemeindereporter Gerty
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Beim Flohmarkt im Tierschutzheim Dornbirn kamen Groß und Klein auf ihre Kosten.
Beim Flohmarkt im Tierschutzheim Dornbirn kamen Groß und Klein auf ihre Kosten. - © Gerty Lang
Tierfreunde kamen beim Flohmarkt im Dornbirner Tierschutzheim voll auf ihre Kosten.

Dornbirn. Unter dem Motto „Gemeinsam für Tiere“ veranstaltete das Vorarlberger Tierschutzheim, zusammen mit unterstützenden Vereinen und Partnern, vergangenen Sonntag einen großen Flohmarkt. Anlass war der Welttierschutztag am 4. Oktober. Obwohl es Petrus mit dem Wetter nicht besonders gut meinte, wurde das Dornbirner Tierheim förmlich gestürmt. Am Flohmarkt, der überdacht war, konnte deshalb ungestört gestöbert werden und es gab kaum jemanden, der nicht mit einem „Fundstück“ das Gelände verlassen hatte. Eine große Anzahl an „Verkäufen“ haben ehrenamtlich den ganzen Nachmittag mit Verkaufsgesprächen verbracht und so für richtig guten Umsatz gesorgt.

Auch Landesrat Erich Schwärzler ließ es sich nicht nehmen, den Flohmarkt zu besuchen. „Der Flohmarkt ist eine tolle Initiative für die Tiere und für die Gemeinschaft des Tierheims. Aber er ist auch für die Vereine ein wichtiges Instrument, um Kontakte zu knüpfen und zu Spendengelder zu kommen. Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen Interesse am Tierschutz zeigen. Sie lernen das Tierheim kennen und sprechen mit den Menschen, die dort arbeiten. Auch wird das Ehrenamt wertgeschätzt.“ Für Marco Milohnic ist dieser Tag ein wichtiger. „Elf Vereine haben die Möglichkeit, ihre Anliegen im Tierschutz zu präsentieren. Sogar ein Team von „4 Pfoten“ ist extra aus Wien angereist“, erzählt der diplomierte Tierpfleger. Die Besucher Christa und Thomas Kinz mit ihren Kindern Daniel, Robert und Isabell haben bei den Einkäufen ordentlich zugeschlagen.

„Wir haben schon einmal mit der Schule einen Besuch im Tierheim gemacht. Es ist so wichtig, sich für Tiere einzusetzen“, sagt Robert. Seine Mama Christa fügt hinzu: „Auch wenn man selbst kein Tier halten kann, so sollte man wenigstens eine Tierpatenschaft übernehmen. Mit einer kleinen Spende ist schon viel getan.

Gnadenhof Bozenau sammelt für Heuballen

Am Stand der Tierhilfe Vorarlberg, Gut Bozenau, treffe ich auf Vereinsobmann Rudi Längle. „Uns gibt es bereits seit elf Jahren. Wir sind der einzige Verein, der sich um Großtiere kümmert und durch Spenden der Tierfreunde Vorarlberg getragen wird. Wir arbeiten gut mit den Tierschutzvereinen zusammen. Da sich die Tierschutzvereine im realen Leben um die Tiere kümmern, sollten diese auch mit 50 Prozent der Gesamtkosten von der öffentichen Hand gefördert werden“, appelliert der gelernte Jurist an die Politik. „Es stecken Tausende ehrenamtliche Stunden in ihrer Arbeit. Doch nur durch eine entsprechende Förderung kann Vorarlberg zum Tierschutzland Nummer 1 werden.

Wenn man bedenkt, dass jährlich für die Landwirtschaft 75 Millionen an Fördermittel zur Verfügung stehen, werden die Tierschutzvereine mit 100.000 Euro abgespeist, von denen tatsächlich 50.000 Euro ausbezahlt werden. Eine Ausnahme ist das Tierschutzheim Dornbirn. Denn nur durch eine genügend Fördergelder vom Land können Tierschutzvereine überleben. Bleiben diese aus, wird es in Zukunft bald keine Tierschutzvereine geben.“ Eine ganz wichtige Bitte noch zum Schluss: „Ein Tier ist ein Lebewesen und gehört nicht als Geschenk unter den Weihnachtsbaum.“

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