Dornbirn macht der EBEL einen Antrag

Von VN/Heimo Kofler
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Die Bulldogs springen eine Liga höher. Die Bulldogs springen eine Liga höher. - © Stiplovsek
Die Bulldogs suchen offiziell um die Aufnahme in die Erste Bank Eishockey Liga an.

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Noch ist es nur eine formelle Anmeldung – sagt Alexander Kutzer, Finanzchef des EC hagn_leone Dornbirn. Und darum ist die Pressemeldung, in welcher der Klub den Antrag für die Aufnahme in die Erste Bank Liga mitteilt, kurz und inhaltlich bescheiden ausgefallen: „Nach intensiven Wochen und Monaten ist es in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Vorarlberger Wirtschaft und Politik gelungen, ein nachhaltiges Konzept und Budget zusammenzustellen, welches dem Standort Dornbirn ermöglicht sich langfristig in der EBEL zu etablieren. Die Grundlagen für die Teilnahme sind hiermit geschaffen. Einen elementaren Bestandteil des Konzepts wird traditionell weiterhin auch die Nachwuchsarbeit bilden. Der Antrag um Aufnahme wurde offiziell gestellt. In weiterer Folge kann nun zur Detailplanung und Umsetzung übergegangen werden.“ Zu den Einzelheiten hält sich Kutzer bedeckt. „Weil ich die EBEL-Sitzung der Präsidenten am Mittwoch in Klagenfurt abwarten muss – ich weiß ja noch gar nicht, ob wir aufgenommen werden.“ Fix ist: Das Budget steht, Zahlen oder Geldgeber werden vorerst keine genannt. „Es sind Vorarlberger Unternehmer – und die Politik hat uns geholfen.

Mit fünf U-22-Legionären?

Auch beim Thema Mannschaft hält sich Kutzer bedeckt: „Ich habe mit meinen Vorstandskollegen zwei Monate lang Tag und Nacht nichts anderes gemacht, als die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu organisieren. Da blieb keine Zeit, um mit einem Spieler oder Trainer zu reden.“ Dass für Dornbirn bei der Präsidentenkonferenz die Punkteregelung (jeder Spieler wird bewertet, eine Mannschaft hat 60 Punkte zur Verfügung) aufgeweicht wird, glaubt Kutzer nicht. „Aber ich werde bei den Verhandlungen nichts zu verschenken haben.“ Angeblich möchten die Bulldogs in der EBEL-Startsaison fünf U-22-Legionäre einsetzen, die nicht in die Punkteregel fallen. Im nächsten Jahr soll die unsägliche Punkte­regelung durch eine Computerbewertung ersetzt werden. Und die Hallensituation? „Kein Kommentar.“ Wenn der Startschuss in die EBEL-Meisterschaft erfolgt, dürfte das Eisstadion durch die Herbstmesse belegt sein. „Das wissen unsere EBEL-Partner. Aber es gibt immer Lösungen“, sagt Kutzer“. Der HC Innsbruck wird heute ebenfalls seine Nennung für die EBEL abgeben. Allerdings soll erst in gut einer Woche feststehen, ob die Tiroler wirklich einsteigen. Die Erste Bank ist im Besitz der Tiroler Sparkassen und wäre an einem Liga-Engagement sehr interessiert. „Ich wünsche Dornbirn viel Glück“, sagt Michael Lampert, Nationalligakonkurrent aus Feldkirch, zu den Bulldogs-Plänen. „Wir wären natürlich auch gerne in der EBEL dabei, aber die finanziellen Rahmenbedingungen und die Hallensituation lassen das momentan nicht zu.“ Lampert hofft auf eine Dornbirner Vorbildwirkung: „Vielleicht sieht man das Eishockey in Feldkirch dann auch wieder mit anderen Augen.“ Die VEU war 2004 der letzte Ländle-Verein, der sich in der Erste Bank Liga versucht hatte.
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