Doren rüstet für wichtigen Spatenstich

Von Peter Strauß
Doren rüstet für wichtigen Spatenstich
Dieser Tage begann der Abbruch des leer stehenden Hauses im Zentrum, das einer Kleinwohnanlage weicht.

Doren. „Wir haben den Spar-Markt für etwa ein Jahr in der ehemaligen Bäckerei Gasser untergebracht und damit den Weg für den Abbruch des alten Hauses frei gemacht. In etwa zwei Wochen sollten diese Abbrucharbeiten dann erledigt sein, und nach Allerheiligen werden wir Spatenstich feiern“, freut sich Dorens Bürgermeister Guido Flatz über die aktuelle Entwicklung des Projekts im Gemeindezentrum.

Start zur Vision neue Mitte

Es geht dabei nicht nur um eine Kleinwohnanlage mit zehn Einheiten und einem modernisierten Spar-Markt im Erdgeschoß, für Doren ist es der Startschuss zur Vision „neue Mitte“, die vor sechs Jahren eingeleitet wurde und die die „Dorener Mitte“ noch lebenswerter machen soll.

„Doren – Sonnigerleben“

Dieses Projekt stellten Flatz und seine Kolleginnen und Kollegen in der Gemeindevertretung unter den mehrdeutigen Slogan „Doren – Sonnigerleben“. Damit wurde ein Gemeindeentwicklungsprozess in die Wege geleitet, dessen erster Zwischenbericht rechtzeitig vor der Gemeindewahl 2015 fertiggestellt war, um ihn mit der Bevölkerung zu diskutieren und der neuen Gemeindevertretung eine Ausgangsbasis für weitere Schritte vorzubereiten.

Mit Dr. Gerald Mathis vom Institut für Standort-, Regional- und Kommunalentwicklung (ISK) wurde eine professionelle Begleitung mit ins Boot geholt. „Diese Projektbegleitung einerseits und die erfreulich großer Beteiligung der Bevölkerung haben mich schon in der ersten Phase des Entwicklungsprozesses optimistisch gestimmt, dass wir die Gemeinde kurz- und mittelfristig voranbringen können – der bevorstehende Spatenstich für dieses wichtige Projekt ist ein schlagender Beweis dafür“, freut sich der Gemeindechef.

Ein wichtiger Eckpfeiler

Mehr als drei Jahre wurde am Grundlagenkatalog gearbeitet, der elf Handlungsfelder definiert. Eines der zentralen Felder ist die Neugestaltung im Zentrum, als „neue Mitte“ apostrophiert – und dabei kommt wiederum dem nun gestarteten Projekt „Wohnanlage mit integriertem Lebensmittel-Markt“ eine zentrale Rolle zu.

In Sanierung „einklinken“

Dass die Gemeinde mit diesem Vorhaben aufs Tempo drückt, hat einen verständlichen Hintergrund, denn „das Land plant in drei bis fünf Jahren eine Generalsanierung der Landesstraße – und dann möchten wir uns mit unseren Planungen im Straßenumfeld in diese Sanierung einklinken. Das ist eine große Chance, aus der Straßensanierung eine umfassende Neugestaltung zu machen. Natürlich ist diesbezüglich das Einvernehmen mit dem Land herzustellen – daran arbeiten wir und sind zuversichtlich, dass wir eine gemeinsame Lösung finden werden, die unser Zentrum aufwertet“, so Bürgermeister Guido Flatz.

Bewährte Partner

Für das Projekt „Netts:werk“ hat Doren bewährte Partner gewinnen können: Morscher Wohnbau und die Wohnbauselbsthilfe, die im Vorderwald – beispielsweise in Krumbach – bereits mehrere interessante Vorhaben realisiert haben, werden auch dieses Projekt umsetzen. Vorgesehen sind in dem 3,3 Millionen Euro teuren Projekt insgesamt zehn Wohnungen, dazu kommt der neue Spar-Markt. Diese Räumlichkeiten werden von der Gemeinde erworben und dem Betreiber auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.

Auch für das Ortsbild soll etwas getan werden, so erhält das neue Haus ein klassisches Satteldach, und bei der Fassade wird viel Holz verarbeitet. Neben Kundenparkplätzen wird auch eine Tiefgarage installiert, in der elf Pkw untergebracht werden können.

„In dem neuen Haus mit Passivhausstandard kann betreutes Wohnen stattfinden, die Wohnungen können aber auch Starterwohnungen für junge Leute werden“, sieht Bürgermeister Flatz „alle Optionen für die Nutzung offen“.

WS: Wieder ein Mosaikstein

Für die Wohnbauselbsthilfe (WS) ist das Projekt ein „weiterer Mosaikstein in den Bemühungen, gemeinnützigen Wohnbau auch in ländlichen Gemeinden zu etablieren“, so Geschäftsführer Erich Mayer, „denn lange Zeit fand Mietwohnungsbau nur in Ballungsräumen statt. Seit einigen Jahren konnten wir aber auch im ländlichen Raum – speziell im Vorderwald – mit interessanten Projekten in Krumbach, Langen, Sulzberg, Hittisau, Riefensberg und Doren Akzente setzen.“

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