Direktoren-Rücktritt: Stemer weist Vorwürfe zurück

Von Sabrina Melojer
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Franz Wirth (links oben) trat nach Stemer-Intervention zurück. Franz Wirth (links oben) trat nach Stemer-Intervention zurück. - © VOL.AT
Dornbirn - Der Rücktritt des Dornbirner Mittelschuldirektors Franz Wirth sorgt für viel Wirbel in der Parteienlandschaft. Landesrat Siegi Stemer wehrt sich gegen die Vorwürfe.

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Nachdem bekannt wurde, dass ÖVP-Landesrat Stemer der Auslöser für den Rücktritt des Mittelschuldirektors gewesen sein soll, erntete er starke Kritik von der Opposition. Der Vorwurf: Mit seiner Intervention soll er seine Kompetenzen überschritten haben. Zudem blockiere er notwendige Reformen im Bildungsbereich.

Stemer: Behauptungen unwahr

Landesrat Stemer weist die Vorwürfe vehement zurück und sagt: „Die Behauptungen sind schlicht und einfach unwahr.“ Er habe Landesschulinspektorin Engstler lediglich gebeten, Kontakt mit Wirth aufzunehmen, um das Anliegen der jungen Lehrerin weiterzuleiten. Bei den Vorwürfen handle es sich um unwahre, parteipolitische Behauptungen.

Keine Reform-Blockade

Auch die Anschuldigung, dass er das Modell der Gemeinsamen Schule blockiere, hält er für nicht gerechtfertigt. Es würden noch wichtige Rahmenbedingungen fehlen, weshalb er das Modell derzeit noch für nicht-umsetzbar halte.

Vater wandte sich an Schullandesrat

Laut einem Bericht von vorarlberg.orf.at wollte eine Junglehrerin an der Mittelschule Dornbirn-Baumgarten Mathematik und Geschichte unterrichten und nicht Begleitlehrerin sein. Nachdem die Personalvertretung bei der Lehrfächeraufteilung keinen Handlungsbedarf sah, wandte sich ihr Vater an ÖVP-Schullandesrat Siegi Stemer, der dem Direktor bei einer Leitertagung offenbar die Bitte überbringen ließ, die Lehrfächer zugunsten der jungen Lehrerin abzuändern. Die Intervention von LR Stemer hätte das Fass zum Überlaufen gebracht, nachdem den Direktor laut eigenen Angaben schon seit längerem der Reformstau in puncto Gemeinsamer Schule in Vorarlberg gestört hätte.

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