Digitalfunk nun auch für Vorarlberger Blaulichtorganisationen

3Kommentare
Neues Digitalfunknetz für Vorarlberg: Innenminister Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann Markus Wallner und Gemeindeverbandspräsident Harald Köhlmeier unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung in der RFL in Feldkirch.
Neues Digitalfunknetz für Vorarlberg: Innenminister Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann Markus Wallner und Gemeindeverbandspräsident Harald Köhlmeier unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung in der RFL in Feldkirch. - © VLK/L.Mathis
Bregenz – Das Land Vorarlberg und seine Gemeinden sowie der Bund haben am Mittwoch eine Vereinbarung zum Aufbau und Betrieb eines Digitalfunknetzes für die Sicherheits- und Rettungsorganisationen in Vorarlberg unterzeichnet.

Der Digitalfunk “BOS-Austria” soll bis 2018 89 Prozent des Bundesgebiets umfassen, erklärte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) bei der Vertragsunterzeichnung in Feldkirch.

Die Vereinbarung sieht vor, dass das Land Vorarlberg und die Kommunen rund 16,5 Millionen Euro in das Digitalfunknetz investieren, für den Bund fallen Kosten in ähnlicher Größenordnung an. Während sich das Innenministerium um die Bereitstellung des Funkdienstes kümmern wird, muss das Land in Abstimmung mit den Gemeinden die Standorte festlegen, in denen das Basisequipment untergebracht wird. Rund 80 Funkmasten werden zu errichten sein. Das neue Funksystem soll mindestens 25 Jahre in Betrieb bleiben.

Der “Digitalfunk BOS-Austria” (BOS: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) verbindet alle relevanten Organisationen untereinander, darunter auch Polizei und Asfinag. Weitere Vorteile sind unter anderem eine erhebliche Kapazitätserhöhung – es können landesweit 30 Funkkanäle parallel betrieben werden – oder auch die gegebene Abhörsicherheit durch Verschlüsselung. Sobotka hob hervor, dass der Digitalfunk BOS-Austria langfristig in ganz Österreich verfügbar sein wird. “Das erleichtert die Kommunikation in Krisensituationen über Ländergrenzen im Bundesgebiet”, stellte der Innenminister fest. In einigen anderen Bundesländern ist das Digitalfunknetz schon seit Jahren in Betrieb.

Vorarlberg arbeitet seit 1994 mit einem landeseigenen analogen Bündelfunksystem, mit dem etwa 95 Prozent des besiedelten und 90 Prozent des unbesiedelten Landesgebiets funkmäßig abgedeckt werden. Dieser Abdeckungsgrad wird auch mit dem Digitalfunksystem erreicht oder sogar überschritten werden. Angesichts von pro Jahr etwa 180.000 Einsätzen von Rettung, Feuerwehr, etc. zog Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) eine “sehr positive Bilanz” über das Bündelfunksystem, die fortgeschrittene Technik mache nun aber eine Modernisierung notwendig.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


3Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Bitte Javascript aktivieren!