Dieses Mal eine Liga höher

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Der FC Lustenau hat den SV Horn zu Gast. Spannung beim Spiel der Tabellennachbarn ist garantiert. Der FC Lustenau hat den SV Horn zu Gast. Spannung beim Spiel der Tabellennachbarn ist garantiert. - © Stiplovsek
Ein Trainerduell der besonderen Art erwartet die Fans heute im Reichshofstadion.

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Vor etwas mehr als einem Jahr standen sich Damir Canadi und Michael Streiter noch in der Regionalliga Ost gegenüber und diesmal kommt es zum Aufeinandertreffen in der Erste Liga. Der frühere SC Simmering-Coach Canadi beerbte Anfang Oktober 2011 beim FC Lustenau Hans Kogler und Horn-Trainer Streiter schaffte mit klaren Relegationssiegen gegen die WSG Wattens (5:1, 4:0) den Aufstieg in die zweithöchste österreichische Spielklasse. Das Spiel Simmering gegen Horn ging übrigens unentschieden aus, wobei die Horner schon 2:0 vorne lagen. Zwei Duelle als Spieler der heutigen Trainerkontrahenten gab es auch schon. Hier hat der frühere Innsbruck-Akteur Streiter klar mit 3:1 und 6:0 die Nase vorn. Canadi spielte damals (Saison 1994/95) beim VfB Mödling, der später mit der jetzigen Admira Wacker fusionierte.

Freundschaft ruht

„Die Partie war intensiv und endete 2:2“, kann sich Canadi noch sehr gut an das Ostliga-Duell erinnern. „Ich kenne Horn schon sehr lange und mit Michi verstehe ich mich sehr gut“, führt der Wiener weiter aus. Doch heute ab 18.30 Uhr wird die Freundschaft der beiden für cirka 90 Minuten ruhen, bei einem vollen Erfolg winkt immerhin ein Platz im oberen Tabellendrittel. „Es wird ein ganz anderes Spiel als gegen Austria Lustenau“, meint Canadi, der sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Gegners genau kennt.

„Müssen uns was zutrauen“

„Horn spielt schnell und die Standardsituationen, meist ausgeführt von Milosevic, sind gefährlich. In der Defensive gibt es aber Mankos. Wir müssen selbst aktiv sein und uns was zutrauen“, gibt der FCL-Übungsleiter preis. Die Länderspielpause wurde bei den Blau-Weißen bestens genutzt. Neben speziellen Lauftrainings und Teambuilding stand Regeneration auf dem Plan. „Bis auf die Langzeitverletzten Hopfer und Gehrer sind alle an Bord. Wenn nichts mehr passiert, werden wir wahrscheinlich mit derselben Startformation wie zuletzt spielen“, verrät der 42-Jährige.

Da der FC als einziges Ländle-Team in dieser Runde Heimrecht genießt, hat man für die Fans was ganz Besonderes parat. Das Motto des Spieles lautet „Familientag“, wobei ein großes Kinder-Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Überraschungsgeschenken, Spielplatz und vieles mehr geboten wird. Jede Familie, die einen Vorarlberger Familien-Ausweis vorzeigt, erhält eine Familien-Eintrittskarte zum Preis von sieben Euro.

Trotz Länderspielpause: Personalsorgen bleiben

Nach einer langen Pause ist er wieder dabei: Daniel Schöpf steht heute in Kapfenberg (18.30 Uhr) erstmals diese Saison im Kader des Cashpoint SCR Altach. Nach seinem Meniskuseinriss wird er zwar noch keine 90 Minuten durchhalten, eine Rückkehr der Verletzten haben die Altacher aber bitter nötig. Trainer Rainer Scharinger muss nämlich auf Eric Zachhuber, Aytac Sulu, Matthia Cuntz, Philipp Netzer und Tomi aus Verletzungsgründen verzichten. Dazu kommt die – in vielen Augen überzogene – Sperre von Youngster Lukas Jäger. Der U19-Nationalspieler muss drei Spiele pausieren. Neben Schöpf kehrt auch Patrick Scherrer in die Mannschaft zurück. Ebenfalls neu im Kader: Neuzugang Benedikt Zech. Scharinger muss gezwungenermaßen wieder auf die Jungen setzen. Wobei: Im Spiel gegen Hartberg erwies sich das nicht als Nachteil. Julian Erhart wird wohl gesetzt sein, auch Christoph Domig kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen erneuten Einsatz machen.

Schlechte Erinnerungen an die Hohe Warte

Es war in der 31. Runde der vergangenen Saison: Nach einer unvorstellbaren Aufholjagd hatte Austria Lustenau den Aufstieg in Griffweite. Sieben Siege und zwei Unentschieden standen bis dahin im Jahr 2012 zu Buche. Bis zum Spiel gegen die Vienna. Die Grün-Weißen unterlagen dem ältesten Verein Österreichs mit 1:3, die Titelträume waren geplatzt. Heute um 18.30 Uhr soll es nicht so weit kommen. Die Lustenauer wollen auch im neunten Spiel der Saison ohne Niederlage bleiben. Verzichten muss Trainer Helgi Kolvidsson – der gestern seinen 41. Geburtstag feierte – auf Sascha Boller. Der Deutsche plagt sich nach wie vor mit einer Oberschenkelverletzung herum. Neuzugang Robert Schellander muss weiter auf seinen ersten Auftritt für die Lustenauer warten. Auch er hat sich erneut eine Verletzung zugezogen.

Auf der Hohen Warte haben sich Dürr und Co. schon immer schwer getan. Der letzte Sieg bei der Vienna liegt zwei Jahre zurück. Am 10. September 2010 gewann die Austria mit 2:0. Seit dem setzte es drei Niederlagen. Trotzdem ist der Tabellenführer beim Tabellenneunten klarer Favorit.

(Neue/Günther Böhler)

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