Die Zukunft heißt Bildung

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Die Zukunft heißt Bildung
Bregenz - Markus Meusburger setzt sich für Kinder ein, denen es an allem fehlt - auch an Zukunft.

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Bregenz. Blechhütten, Slums, das große Gefälle zwischen Arm und Reich, eine praktisch nicht vorhandene Infrastruktur - das waren die Anfänge, die den 27-jährigen Markus Meusburger auf seinen Weg gebracht haben. Als Student der Internationalen Wirtschaftswissenschaften absolvierte er sein Auslandsjahr auf der Uni von Perus Hauptstadt Lima. Eine Bekannte, die für eine NGO aktiv ist, nahm ihn mit auf einen Ausflug, um ihm mehr von dem Land zu zeigen. „Es war noch viel schlimmer, als ich es mir vorgestellt hatte, die Armut ist enorm und trotzdem habe ich die Menschen in den Slums positiv und voller Lebensfreude wahrgenommen“, erzählt Meusburger. Alleine hätte sich der Student damals, vor vier Jahren, nicht in den Slums blicken lassen dürfen, nur NGOs, die vor Ort sind und helfen, werden akzeptiert, für Fremde ein heißes Pflaster, das tödlich enden kann. Seine Eindrücke haben den gebürtigen Bregenzerwälder lange begleitet. „Es gibt in den Slums sehr viele Kinder, alles geht drunter und drüber, ist sehr limitiert, es gibt keine Autos, kaum Leute die arbeiten, die meisten Menschen sind Selbstversorger, um irgendwie durchzukommen. Es gibt Nahrung, aber die ist sehr einseitig und es fehlt natürlich komplett der Zugang zur Bildung“, beschreibt Meusburger seine Erfahrungen aus der Zeit.

Ausweg: Bildung

Nach seinem Studium arbeitete Meusburger für zwei Jahre in London. Immer wieder musste er an seine Erfahrungen mit den Menschen, vor allem den Kindern in Lima denken und konnte mit seinem Arbeitgeber, Reckitt Benckiser, ein Hersteller im Bereich Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, einen Partner für sein Engagement finden. Seit acht Jahren kooperiert die Firma mit der NGO „Save the children“ und bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, über Hilfsprojekte Kinder in Brasilien zu unterstützen. „Wir sind 30 Leute aus verschiedenen Nationen und Unternehmenssitzen der Firma, die im Juni für zwei Wochen nach Petrolina reisen, um dort zwei Kindergärten zu restaurieren“, erklärt Meusburger. Vor allem schätzt der engagierte junge Mann, dass es Kinder sind, die noch so klein sind, die viel Zukunft vor sich haben. Ihnen soll der Weg in ein besseres Leben geebnet werden, ein Weg, der über dieBildung führen soll. Bildung ist der Ausweg aus der Misere und dieZukunft, davon ist Markus Meusburger überzeugt.

Global denken

Derzeit sammelt Meusburger Spenden für sein Projekt. Auch wenn seine Firma die Reise für die Mitarbeiter zahlt, jeder Ehrenamtliche hat sein Spendenziel, das er erreichen möchte, um die Kinder vor Ort zu unterstützen. „Ich habe mir 4200 Euro als Ziel gesetzt, habe schon verschiedene Events organisiert, um mein Ziel zu erreichen“, so Meusburger. Neben dem Engagement, das er für die Kinder beweist, hat er aber auch viel für sich selbst gelernt. Seinen Horizont hat er erweitert, zufriedener ist er geworden und die Scheuklappen, mit denen er manchmal durch die Welt gestolpert ist, hat er abgelegt. Kritik darüber, dass sein Engagement sich vor allem auf ferne Länder bezieht und nicht im eigenen Land aufhört, lässt er nicht gelten: „Ich bin ein global denkender Mensch, mein Engagement macht nicht vor Grenzen halt.“

Spenden für Markus Meusburgers „Save the children“-Projekt: Kontonummer 03400026559, BLZ 20601 bei der Sparkasse Bregenz. Mit Kreditkarte: http://www.justgiving.com/Markus-Meusburger/

Zur Person

Markus Meusburger
Aufgewachsen in: Bizau
Wohnhaft: Bregenz und Mannheim (Arbeitsort)
Geboren: 19. Oktober 1983
Hobbys: Sport (Fußball, Langlaufen, Skifahren), Reisen

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