GroupGroupCombined ShapePage 1Page 1Combined ShapePage 1Triangle Fill 1BitmapFill 1Fill 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAA Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Die Welt als ein gemeinsames Ganzes darstellen

Sebastian Mischitz, Mahmoud Jeratle (vl) beim Jugendzentrum Vismut.
Sebastian Mischitz, Mahmoud Jeratle (vl) beim Jugendzentrum Vismut. ©Edith Rhomberg
OJAD und „welcome.zu.flucht“ holten junge Menschen vor den Vorhang.
OJAD

Dornbirn. Es sind leise Worte, die Mahmoud Jeratle an das Publikum richtet. Seine Botschaft aber ist stark. „Ich bin frei und kann überall leben. Weil ich ein Mensch bin“. Sein gutes Deutsch will er in Kursen weiter perfektionieren. Die Gelegenheit, einen selbst verfassten Text über seine Geschichte vorzutragen, hatte er anlässlich des Ersten Human Vision Filmfestivals, das im März im Spielboden veranstaltet wurde. Die Offene Jugendarbeit Dornbirn war eingeladen, beim Filmfestival ein Rahmenprogramm zu „On Call“, einem von zehn Filmen, zu gestalten.

Anschließend an den französischen Film über berührende Schicksale ließen Sebastian Mischitz und das Projektteam „welcome.zu.flucht“ mehrere Jugendliche in Kurzimpulsen ausdrücken, was Menschlichkeit für sie bedeutet. „Ghiath Shahan – 19, aus Syrien stammend – hat erzählt, wie eine Österreicherin mit ihm Deutsch gelernt hat“, so Mischitz. Für den 16-jährigen Marwan Rajleh, ebenfalls aus Syrien, war es beeindruckend und hilfreich, dass ihn die OJAD-Mitarbeiterin Johanna zum Asylinterview begleitet hat. In Sketchen wurden diese Erfahrungen nachempfunden und nachgespielt, auch die Besucher waren an jenem Abend aktiv eingebunden.

Für Mahmoud geht inzwischen der Alltag weiter. Seine Geschichte ist auf den ersten Blick vergleichbar mit der vieler anderer Menschen aus seiner ehemaligen Heimat. Er verließ Syrien, um den Krieg, die Gewalt und Zerstörung hinter sich zu lassen. Sein Vater war es, der ihm dabei geholfen hat, mit etwas Geld und der Beschaffung von Reisedokumenten. Seit eineinhalb Jahren ist Mahmoud in Vorarlberg. Er mag es, Menschen kennenzulernen und möchte noch viel mehr über die Kultur seiner neuen Heimat erfahren. „Früher war es mein Traum, Theater zu studieren“, sagt der 28-Jährige. Texte schreiben und Theater spielen mit Gleichgesinnten sind jetzt seine Hobbys. Gerne würde er mit Menschen verschiedener Herkunft einen Literaturkreis mit regelmäßigen Treffen ins Leben rufen. Außerdem hat er vor, mit einer guten Berufsausbildung hier weiter Fuß zu fassen. Er ist sehr glücklich und verrät auch strahlend warum – Mahmoud lebt jetzt mit Jasmin, seiner Freundin, zusammen. Und schon bald könnte sein Wunsch in Erfüllung gehen, den Schriftsteller Michael Köhlmeier zu treffen, erzählt er weiter.

„Das Programm der „welcome.zu.flucht“-Tandems sorgte für viel Begeisterung im Publikum und bei den Organisatoren des „Human Vision Filmfestivals“, berichtet Nina Humpeler von der Offenen Jugendarbeit Dornbirn. Die junge Gruppe soll daher im nächsten Jahr noch mehr mit eingebunden werden, wie es heißt.

Weitere Informationen unter: www.ojad.at

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  1. VOL.AT
  2. Dornbirn
  3. Die Welt als ein gemeinsames Ganzes darstellen
Kommentare
Noch 1000 Zeichen