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16. Februar 2012 11:02; Akt.: 16.02.2012 11:02

Die Tänzerin der Ballnacht

Barbara Kühne und Tanzpartner Florian Hergan holen sich von Juanita Hieble noch letzte Tipps. Barbara Kühne und Tanzpartner Florian Hergan holen sich von Juanita Hieble noch letzte Tipps. - © VOL.AT/Hofmeister
von VN/Geraldine Rainer - Feldkirch – Barbara Kühne tanzt heute als Debütantin auf dem Wiener Opernball.

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Kolonne B, Reihe 14. Darauf sind heute im Hause Kühne alle Blicke gerichtet – bei der Eröffnung des Wiener Opernballs. Zur Liveübertragung wird Bowle gereicht und aus der Ferne werden die Daumen gedrückt. Im Jungdamen und -herrenkomitee nämlich hat die 17-jährige Barbara Kühne ihren großen Auftritt. In einem bodenlangen, weißen und schulterfreien Kleid mit Glitzersteinchen. 600 Paare hatten sich beworben – 144 dürfen tanzen. Auch Barbara Kühne hat es in die Riege der Debütanten geschafft. Hinter ihr und ihrem Tanzpartner Florian Hergan liegen dementsprechend anstrengende Tage und Wochen.

Von der Pieke auf

„Das wär doch was für dich“, hatte die Mama nur gemeint. Das war es – und Barbara daher seit Oktober im Tanzfieber. Privatstunden und Übungseinheiten mit Turniertänzern standen wöchentlich auf dem Programm. „Der Direktor hat uns zudem zweimal in der Woche den Turnsaal zur Verfügung gestellt.“ Von Tanzschulleiterin Juanita Hieble gabs den letzten Schliff und die Garantie, dass die beiden tanzen können. „Wir mussten erst einmal den Linkswalzer lernen“, schmunzelt die Tanzanfängerin. Seit Donnerstagabend weilt das Debütantenpaar in Wien. Vier Mal wurde in der Wiener Staatsoper geprobt – zuletzt gestern Abend bei der großen Generalprobe. „Am Sonntag waren wir sechs Stunden dran. Aber am Montag und Dienstag hatten wir frei – da war ich nur Shoppen.“ Der heutige Nachmittag ist jedoch für die Friseurin reserviert. Denn die ellenbogenlangen Haare müssen hochgesteckt und das Krönchen gewissenhaft platziert und festgemacht werden. „Es ist das größte und schwerste Krönchen, das es beim Opernball bisher gab. Das braucht einen festen Untergrund“, ist Barbara Kühne bestens vorbereitet. Richtig ernst wird es dann kurz vor 22 Uhr, wenn die Debütanten in der Wiener Staatsoper das Bild Lebensbaum von Gustav Klimt nachtanzen. Nervös? „Ja, ich bin wirklich aufgeregt. Es war immer so weit weg, aber jetzt ist es in greifbarer Nähe“, beschreibt die Tänzerin ihre Gefühle. Wies nach dem Opernball weitergeht? „Ich möchte in Wien Jus studieren.“ Und wer weiß, vielleicht liest man bald nicht nur über, sondern auch von Barbara Kühne. „Ich schreibe, seit ich sieben Jahre alt bin. Es macht mir einfach Spaß. Veröffentlichen, das habe ich mich aber noch nicht getraut“, verrät sie.

Zur Person

Barbara Kühne und ihr Tanzpartner Florian Hergan sind heute live auf ORF2 zu bewundern: im Jungherren und -damen­komitee am Wiener Opernball
Geboren: 28. Juni 1994
Ausbildung: Maturantin am Gymnasium Feldkirch-Rebberggasse
Familie: zwei Schwestern (15 und 19 Jahre alt)
Hobbys: Tanzen, mit Freunden weggehen, Schreiben



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