4. Januar 2012 07:30; Akt.: 4.01.2012 07:30

Die Heizölpreise steigen weiter

Im Land werden praktisch keine neuen Ölheizungen mehr gebaut. Man setzt vor allem auf Pellets und Erdwärme. Im Land werden praktisch keine neuen Ölheizungen mehr gebaut. Man setzt vor allem auf Pellets und Erdwärme. - © BilderBox
Schwarzach (VN-ee) Das Heizöl wurde gegenüber dem November 2010 um 25,6 Prozent teurer. Für ein Einfamilienhaus ergeben sich Mehrkosten von 400 Euro  – Tendenz steigend.

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Laut dem soeben veröffentlichten Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur stiegen die Preise für die Haushaltsenergie im November um 12,6 Prozent. Preistreiber waren vor allem das Heizöl mit 25, 6 Prozent und die Treibstoffe (Grafik). Gegenüber dem Oktober 2011 war die Haushaltsenergie im November statistisch nur um 0,1 Prozent teurer. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (Inflationsrate) stieg im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,6 Prozent und gegenüber dem Vormonat Oktober um 0,1 Prozent.

Heizöl: Höchste Steigerung

Heizöl hatte damit im Jahresabstand die größte Preissteigerung aller Brennstoffe zu verzeichnen. Für ein mit Öl beheiztes Einfamilienhaus ergeben sich im Schnitt Mehrkosten von rund 400 Euro pro Jahr. Gestern kosteten 100 Liter Heizöl laut Auskunft von Gerhard Mattle, Eigentümer und Geschäftsführer der Franz Mathis GmbH in Rankweil und stellvertretender Obmann des Mineralöl-Brennstoffhandels in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, inkl. Mehrwertsteuer 97,21 Euro – mit sich abzeichnender steigender Tendenz. Er führt die hohen Heizölpreise darauf zurück, dass diese vom Handel an der Rotterdamer Produktebörse abhängig sind. Der Unterschied zum Diesel, der um 21,6 Prozent teurer wurde, könnte auf den unterschiedlichen Verbrauch zurückzuführen sein. Heizöl wird neben dem Hausbrand auch in der Industrie in gewaltigen Mengen zur Erzeugung von Prozesswärme eingesetzt. Mattle: „Wenn auch alle Prognosen sehr schwierig sind, so sehe ich derzeit keine Preissenkung. Niemand kann sagen, wie sich die Lage am Persischen Golf entwickeln wird und sollte es zu einer Blockade der Straße von Hormus kommen, so könnte nach Expertenmeinungen der Ölpreis explodieren.“

„Möglichst viel einbunkern“

Was rät Mattle in der gegenwärtigen Situation den Konsumenten? „Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die noch nichts eingelagert haben, jetzt ihren Vorrat auch für das nächste Jahr schon einbunkern sollten.“ Derzeit werden im Land praktisch keine neuen Ölheizungen mehr gebaut. Die Ölpreise sind gestern weiter gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg auf 108,65 US-Dollar (84 Euro).


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