Bettina S. war im Mai 2012 von der Polizei aus ihrer Gefangenschaft im Dorf Karavlasi in der Nähe der nordostbosnischen Stadt Tuzla befreit worden. - © AP/ dapd
Milenko M. habe sich in dem Prozess in Kalesija schuldig bekannt, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zwei Jahre waren das Mindeststrafmaß, bis zu acht Jahre Gefängnis wären möglich gewesen. Die Staatsanwaltschaft kündigte Berufung an.
Der Prozess gegen die Frau des Täters, die auf nicht schuldig plädierte, wird indes fortgesetzt. Auch ihr wird “grausame Freiheitsberaubung” zur Last gelegt. Nach Ermittlungen der bosnischen Justiz hatte das Paar die Deutsche Bettina S. jahrelang misshandelt und zu schwerer Arbeit gezwungen.
Bettina S. war im Mai 2012 von der Polizei aus ihrer Gefangenschaft im Dorf Karavlasi in der Nähe der nordostbosnischen Stadt Tuzla befreit worden. Ihrem Vater zufolge stammt die heute 19-Jährige aus Sangerhausen im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt.
Ihre Mutter Christine S. hatte sie 2005 im Alter von zwölf Jahren dem Ehepaar M. anvertraut, das sie in Deutschland kennengelernt hatte. Dorthin waren Milenko und Slavoijka M. während des Bosnien-Kriegs (1992-1995) geflohen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Christine S. von Zeit zu Zeit nach Bosnien gereist, um ihre Tochter zu besuchen.
(APA)
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