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Der Sex Pakt - Trailer und Kritik zum Film

Kaum eine amerikanische Schulkomödie, die ohne den Abschlussball auskommt: Meist ist es dieser besondere, mit oft zu hochgesteckten Erwartungen aufgeladene Abend, der die Schulzeit abrundet. In "Der Sex Pakt" geht es den Protagonistinnen nicht nur um den richtigen Tanzpartner: Die drei Freundinnen haben sich geschworen, an diesem Tag auch ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.

Ihre Rechnung haben die drei Teenager allerdings ohne ihre Eltern gemacht – gespielt von Leslie Mann (“Immer Ärger mit 40”), dem Wrestler John Cena und Ike Barinholtz (“Bad Neighbors”). Autorin Kay Cannon (“Pitch Perfect”) legt mit “Der Sex Pakt” ihr Debüt als Regisseurin vor. Mit Seth Rogen (“Ananas Express”) wurde die turbulente Generationenkomödie von einem ausgewiesenen Comedyexperten koproduziert.

Der Sex Pakt – Die Handlung

Allzu alt ist dieser, gut 100 Minuten währende Film noch nicht, da fällt ein mit Verve gesprochener Satz: “Ich hab’ heut Nacht Sex!”. In der Schulkantine tut Julie (Kathryn Newton, die in “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri” unlängst das Mordopfer spielte) ihre Absicht kund. Um im Nu auch ihre besten Freundinnen davon zu überzeugen, dass es in genau dieser Nacht unbedingt passieren muss. Zu dumm nur, dass die Eltern vom “Sex Pakt” der Mädchen Wind bekommen und alles daran setzen, den Plan zu durchkreuzen.

Lisa (Mann), Hunter (Barinholtz) und Mitchell (Cena) verbindet eine Art Zwangsfreundschaft, seit sie gemeinsam ihre drei Girls eingeschult haben. Sie rüsten sich für eine hochturbulente wie feuchtfröhliche Nacht, in der es unter anderem um die Frage geht, welch Bedeutung Melanzanis wohl im digitalen Jugendsprech haben. Bei aller Massenkompatibilität gelingt es dieser überhitzten Komödie durchaus, ein ernstes Thema anzureißen: den Kontrollwahn von Eltern, die meinen, alles im Leben ihrer Kinder überwachen zu müssen. Ein Kontrollwahn, der – glaubt man Medienberichten und auch diesem Film – in den USA noch ganz andere Ausmaße anzunehmen in der Lage ist als etwa in Europa.

Der Sex Pakt – Die Kritik

In “Der Sex Pakt” ist es vor allem die von Leslie Mann sehr überzeugend und teils auch berührend verkörperte, alleinerziehende Lisa, die ihrer Tochter mit ihrer Fürsorglichkeit zuweilen gehörig auf die Nerven geht. Die achtzehnjährige Blondine muss sich nicht nur Sätze anhören wie: “Ich weiß alles” – ihre Mutter scheut auch nicht davor zurück, Kurznachrichten sowie an die Tochter gerichtete Briefe zu kontrollieren.

Wo sich handelsübliche Adoleszenzkomödien gern auf die Perspektive der jungen Protagonisten kaprizieren, da wechselt dieser Film recht geschickt zwischen der Sicht der Erwachsenen und der ihrer Kinder. Es geht im “Sex Pakt” also keineswegs vor allem um die Bemühungen der drei Mädchen, nun endlich ihr erstes Mal hinter sich zu bringen.

Mindestens ebenso viel Platz räumt das Werk den besorgten Helikoptereltern ein: Bei dem vermeintlich unmöglichen Unterfangen, die eigenen Töchter vor dem ersten Sex zu bewahren, müssen Lisa, Mitchell und Hunter so manche Hürde nehmen, so manches Abenteuer bestehen. Darunter auch eine recht unappetitliche Episode rund um “Arsch-Bier”. Wenn man so will, dann handelt es sich beim “Sex Pakt” um ein Kinowerk für (fast) die gesamte Familie: Väter und Mütter dürfen mit Hunter und Co. mitleiden, Teenager und junge Erwachsene mit den Töchtern mitfiebern.

>> Alle Filmstartzeiten zu “Der Sex Pakt”

(APA)

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