“Der mit dem Wolf tanzt” – Oscar-Preisträger Kevin Costner wird 60

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Kevin Costner feiert seinen 60. Geburtstag.
Kevin Costner feiert seinen 60. Geburtstag. - © EPA
Im verwaschenen Jeanshemd lehnt er lässig an einer Holzwand. Schlank und durchtrainiert sieht er aus, nur das Grau in den blonden Haaren und die weißen Haare im Vollbart verraten es.

Kevin Costner, der neue Coverboy der Zeitschrift des US-Seniorenverbandes “AARP”, ist in die Jahre gekommen. An diesem Sonntag (18. Jänner) feiert der Schauspieler seinen 60. Geburtstag.

Das Alter sei ihm egal, sagt er in einem Video-Interview des Magazins. Er sei mit Menschen zusammen, die ihm wichtig sind. “Wie meine Frau sagt: Es ist nur eine Zahl”, bekräftigt Costner.

“Ich bedauere nichts”

Vor zehn Jahren gab er seiner zweiten Frau, Ex-Model und Designerin Christine Baumgartner, das Ja-Wort. Sie haben drei Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Aus der ersten Ehe mit seiner College-Liebe Cindy Silva und aus einer weiteren Romanze kommen vier erwachsene Kinder hinzu. “In unserem Haus geht es laut zu”, grinst Costner in dem Interview. “Ich liebe mein Leben. Ich bedauere nichts. Es herrscht eine Menge Freude in unserem Haus”.

Es gibt auch jede Menge Projekte in seinem Leben. Gleich drei Costner-Filme kamen 2014 ins Kino. In “Jack Ryan: Shadow Recruit” spielte er einen CIA-Agenten, in dem Sportdrama “Draft Day” den Manager eines Footballteams, in “3 Days To Kill” setzt er wieder auf Action. Als CIA-Agent der alten Schule muss er in Paris einen letzten Auftrag erfüllen.

Dialoge beginnen

Derzeit ist der Thriller “Criminal” in der Mache, mit Costner als gefährlichem Gefängnisinsassen, dem die Fähigkeiten eines toten CIA-Agenten eingepflanzt werden. Der manipulierte Häftling soll dabei helfen, einen mörderischen Terror-Plot zu verhindern. Neben großen Action-Filmen nimmt sich Costner aber auch für Independent-Filme Zeit. Ende Jänner läuft in den USA das Rassismus-Drama “Black or White” an. Für Costner ist es “ein kleiner Film”, in dem er unbedingt mitspielen wollte. Er hoffe, dass dies eine Gelegenheit ist, “um den Dialog zu beginnen, der in Amerika dringend notwendig ist”.

“Bodyguard”

Mit Lawrence Kasdans Western “Silverado” fiel Costner vor 30 Jahren erstmals auf. 1987 legte er in Brian de Palmas “The Untouchables – Die Unbestechlichen” Al Capone das Handwerk. Anfang der 90er-Jahre war er der legendäre “Robin Hood – König der Diebe”, der hartnäckige Staatsanwalt in dem Polit-Thriller “JFK” und der Beschützer eines schwarzen Super-Stars (Whitney Houston) in der Thrillerromanze “Bodyguard”. Da war er auch schon ein gefeierter Oscar-Preisträger, allerdings nicht für seine Schauspielerei.

Zwei Regie-Oscars

Seine einzigen beiden Oscars erhielt er als Regisseur und Produzent des Indianerepos “Dances With Wolves” (“Der mit dem Wolf tanzt”). Sein Regiedebüt gewann 1991 auf Anhieb sieben Oscars. Es war nach “Cimarron” (1931) erst der zweite Western, dem die Mitglieder der Amerikanischen Filmakademie einen Oscar als bester Film zuerkannten. Costner setzte sich gegen Starregisseure wie Francis Ford Coppola (“Der Pate III”) und Martin Scorsese (“Goodfellas”) durch.

Vom Romantiker zum Serienkiller

Doch Costner musste auch teure Flops hinnehmen. Das von ihm produzierte futuristische Abenteuer “Waterworld” (1995) war ein großer Reinfall, ebenso das düstere Epos “Postman” (1998) mit Costner als Regisseur und Hauptdarsteller. Für den Western “Open Range – Weites Land” trat er 2004 noch einmal hinter die Kamera. In seinen Rollen ließ er sich ungern festlegen. Als einsamer Flaschenpost-Sender in “Message in a Bottle” (1999) wird er zum romantischen Helden, als “Mr. Brooks – Der Mörder in Dir” (2007) zum Serienkiller mit einem Doppelleben.

“Kevin Costner & Modern West”

Costner hat in den vergangenen Jahren eine weitere künstlerische Laufbahn entdeckt. Mit seiner Rock- und Countryband “Kevin Costner & Modern West” geht er als Sänger und Gitarrist häufig auf Tour. “Ich mache auf der ganzen Welt Musik”, sagt Costner im “AARP”-Interview. “Ich weiß noch nicht, wo die zweite Hälfte meiner Karriere hingeht. Aber ich behalte mir immer das Recht vor, etwas anderes zu tun”. (APA)

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