Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus

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Sinkende Exporte, fallende Produktion und rückläufige Aufträge schwächen Deutschland, Österreichs wichtigsten Wirtschaftspartner. Die deutsche Wirtschaft spürt wegen der Schuldenkrise und der Rezession in vielen Euro-Ländern immer stärkeren Gegenwind. Die Ratingagentur Fitch bestätigte dennoch das Spitzenrating von Deutschland, das Rating laute weiter AAA mit einem stabilen Ausblick.

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Die Exporteure verkauften wegen der sinkenden Nachfrage aus der kriselnden Euro-Zone 1,5 Prozent weniger ins Ausland als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Das war der zweite Rückgang in diesem Jahr. Im Sommer könnte das Bruttoinlandsprodukt in Europas größter Volkswirtschaft sogar fallen. "Der Schlamassel in der Euro-Zone macht unseren Unternehmen zu schaffen", sagte der Experte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ilja Nothnagel.

Die deutschen Unternehmen drosseln wegen der schrumpfenden Nachfrage ihre Produktion. Sie stellten 0,9 Prozent weniger her als im Vormonat. Rasche Besserung ist nicht in Sicht: Die Industrie sammelte im Juni 1,7 Prozent weniger Aufträge ein. Die Bestellungen fielen damit so stark wie seit November 2011 nicht mehr. Dafür laufe es in den USA, Russland, Japan und Südostasien recht gut. Der schwächere Euro hilft dabei, er macht deutsche Waren in anderen Währungsräumen billiger.

"Im Vergleich zu anderen Euro-Staaten steht Deutschland aber noch gut da", sagte Citigroup-Ökonom Jürgen Michels. In Italien brach das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent ein, in Belgien um 0,6 Prozent und in Spanien um 0,4 Prozent. Für die gesamte Euro-Zone wird ein Minus von 0,2 Prozent erwartet.

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