Der Businessplan ist entscheidend

Der Businessplan ist entscheidend
Der Unternehmensplan soll alles, was es über das zukünftige Unternehmen zu sagen gibt, enthalten.

„Wir bekennen uns zum Jungunternehmertum und wollen diejenigen, die eine Unternehmensgründung bzw. -nachfolge anstreben, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit als Partner begleiten“. So im Gespräch mit den VN Rene Pfeifer, Firmenkundenberater im KMU-Bereich bei der Raiffeisenbank in Bregenz. „Eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ist die Erstellung eines Unternehmensplans, für den auch die Bezeichnung Businessplan geläufig ist“, so Pfeifer weiter.

Dabei ist nicht entscheidend, ob der Businessplan eine, zwei oder 20 Seiten umfasst. Wichtig ist, dass darin die Ziele, die Geschäftsidee, der Kapitalbedarf, das Alleinstellungsmerkmal – also im Prinzip alles, was es über das zukünftige Unternehmen zu sagen gibt, enthalten ist. Der Unternehmensplan sollte vor allem auch die finanziellen Erfordernisse darstellen und so eine Gesprächsgrundlage für Verhandlungen mit der Bank, Investoren und Förderstellen darstellen.

Der Geschäftsplan soll aber auch dem zukünftigen Unternehmer selbst auch im eigenen Interesse den Weg vorgeben und als Orientierungshilfe und Steuerungsinstrument dienen. Für folgende Vorhaben ist ein Businessplan hilfreich bzw. notwendig: » Gründung eines Unternehmens » Kauf oder Verkauf eines Unternehmens » Inanspruchnahme von Förderungen » Planung und Steuerung von Unternehmen Aber: Ein Businessplan „im Kopf“ ist zu wenig. Das Konzept muss vielmehr schriftlich formuliert werden.

Die Schriftform zwingt nämlich zu klaren, durchdachten Überlegungen. Aufbau, Form und Inhalt des Businessplans bestimmen dabei entscheidend die Erfolgsaussichten. Gleiche Inhalte unterschiedlich präsentiert können oft zu gegensätzlichen Ergebnissen führen.

Gestaltungstipps
Der Geschäftsplan ist grundsätzlich selbst zu erstellen. Um den Businessplan in eine marktgerechte Form zu bringen, sollte man wenn nötig einen Unternehmens und Steuerberater beiziehen. » Der Businessplan soll durch Klarheit beeindrucken und auch für technische Laien verständlich sein. Die Strukturierung in einzelne Themengebiete erleichtert die schnelle Orientierung. » Alle Ausführungen und Prognosen sollten durch Zahlen und Quellenangaben belegt, gut recherchiert und nach den Grundsätzen der kaufmännischen Vorsicht erfasst sein. » Tabellen, Lebensläufe, Beschreibungen, Verträge und ähnliche Unterlagen sind in einem Anhang anzuführen, der getrennt vom eigentlichen Businessplan präsentiert wird.

Die Inhalte
Firmenkundenberater Rene Pfeifer: „Es gibt keine allgemeingültige Gliederung für einen Geschäftsplan. Üblicherweise sollte ein Businessplan folgende Inhalte aufweisen.“: » Zusammenfassende Darstellung » Geschäftsidee, Produkt und Dienstleistung » Unternehmen » Management, Organisation » Branche, Markt » Marketing und Vertrieb » Realisierungsfahrplan » Chancen und Risiken » Planung und Finanzbedarf » Anhang für ergänzende Unterlagen wie Lebensläufe, Verträge, Tabellen usw.

Finanzierung
Wenn für die Unternehmensgründung eine Finanzierung benötigt wird, werden neben der Geschäftsidee auch die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die möglichen Eigenmittel und Sicherheiten für die Beurteilung herangezogen. Da auch für bestimmte Förderungen diese Informationen benötigt werden ist es hilfreich, wenn diese Daten im Rahmen des Businessplans mitgeliefert werden.

Förderungen
Wenn ein bestehendes oder neu gegründetes österreichisches Unternehmen eine Investition plant, kann auf ein breites Angebot an öffentlichen Förderstellen zurückgegriffen werden. Pfeifer: „Wir zeigen Ihnen den Weg durch den Förderungsdschungel, prüfen verschiedene Möglichkeiten und schlagen die passenden Varianten vor. Zu beachten ist, dass der Förderungsantrag unbedingt vor Projektbeginn bzw. vor Investitionsbeginn erfolgen muss. Durchaus sinnvoll kann es auch sein, bei mehreren Förderstellen (bei Land und Bund) um eine Förderung anzusuchen.“ Zu beachten ist aber, dass eine Förderung nur einen Beitrag leistet, um die Gründung zu unterstützen, niemals aber den gesamten Kapitalbedarf finanzieren kann. Daher sollte man das Unternehmenskonzept in keinem Falle nur auf Förderungen aufbauen.

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